New York Times kauft Wordle - Cyberangriff legt Tankstellen lahm - Sony nimmt sich Bungie an - Briefmarken mit QR-Code in Großbritannien - Apple verklagt Regisseur von Apple-Man 

Nächste Gaming-Übernahme fix: Auch die New York Times will ein Stück vom Kuchen

Dass Gaming längst nicht mehr bloß für Digital-Giganten wie Microsoft und Co. ein lukratives Geschäft darstellt, machte die New York Times mit ihren jüngsten Aktivitäten deutlich: Die US-Zeitung sicherte sich für einen niedrigen siebenstelligen Betrag das beliebte Online-Wortspiel Wordle. Bereits seit einiger Zeit betreibt das Unternehmen eine eigene Online-Spiel-Sparte, die nun noch einmal kräftig gestärkt werden soll. Die Transaktion sorgte jedoch bereits für Unmut unter den treuen Fans des Games. Nachdem die New York Times in einem Statement davon gesprochen hatte, das Spiel „zunächst“ weiterhin kostenlos zur Verfügung zu stellen, ahnten viele Böses: Womöglich könne man das Spiel schon bald nur noch hinter einer Bezahlschranke vorfinden. Ob die Sorgen berechtigt sind, bleibt abzuwarten. Wordle wäre jedoch nicht das erste Spiel, mit dem die Zeitung eine solche Strategie verfolgt. [Handelsblatt]

Cyberangriff legt Tankstellen lahm

Hacker verschafften sich Zugriff auf die IT-Systeme des Tanklogistikers Oiltanking, der 13 Tankstellen mittelständischer Unternehmen, aber auch Konzerne wie Shell mit Rohstoffen beliefert. Betroffen sind unter anderem alle Be- und Entladesysteme der Tanklager. Da diese automatisiert und manuell nur eingeschränkt funktionieren, können Tanklaster nicht beladen werden. Das Unternehmen arbeitet bereits mit Hochdruck daran, das Problem zu lösen. Branchenangaben zufolge besteht jedoch kein Risiko eines Ausfalls der Tankversorgung in Deutschland, da insgesamt 26 Unternehmen auf dem Markt aktiv sind. [Spiegel]

Studiokauf, die Dritte: Sony nimmt sich Bungie an

In der Gaming-Branche geht es derzeit heiß her: Nachdem erst Take Two Interactive Zynga für 12,7 Milliarden US-Dollar kaufte und sich Microsoft kurz darauf Activision Blizzard für 67,8 Milliarden US-Dollar sicherte, ist nun Sony an der Reihe. In dieser Woche gab der japanische Konzern bekannt, dass er das US-Amerikanische Entwicklerstudio Bungie übernehmen werde. Mit einem Kaufpreis von 3,6 Milliarden US-Dollar griff Sony jedoch noch lange nicht so tief in die Taschen wie TT oder Microsoft. Bungie ist vor allem bekannt geworden durch die Halo-Reihe. Die Rechte am Franchise verlor das Studio nach der Abspaltung von Microsoft 2007. Danach arbeitete es mit Activision an Destiny, bis es sich 2019 löste und seitdem Destiny 2 selbst publisht. [Golem]

Briefmarken mit QR-Code in Großbritannien

Künftig wird auf britischen Briefmarken nicht nur die Queen allein zu sehen sein. Neben ihr soll bald auch ein QR-Code abgebildet werden, über den Videos, Nachrichten und andere Informationen ausgetauscht werden können. Zunächst können Absender und Empfänger der Briefmarken ein exklusives Video der Trickfilmserie „Shaun das Schaf“ ansehen, wenn sie den Data-Matrix-Code mit der App der Royal Mail scannen. Im Laufe des Jahres sollen weitere Videos hinzukommen und auch persönliche Grußbotschaften sollen möglich sein. Royal Mail-Manager Nick Landon erklärt, dass die Zusammenführung von physischem Brief und digitaler Welt Chancen für neue innovative Dienstleistungen in der Zukunft eröffne. [Der Spiegel]

Ein Film über Äpfel: Apple verklagt Regisseur von Apple-Man

Filmprojekt gone wrong: Der ukrainische Regisseur Vasyl Moskalenko hat sich einen Rechtsstreit mit dem Apple-Konzern eingehandelt. Demnach klagt der iPhone-Hersteller gegen Moskalenkos aktuelles Filmprojekt namens Apple-Man, eine via Kickstarter finanzierte Actionkomödie. Sie erzählt die Geschichte eines Superhelden, der die Kraft besitzt, Äpfel schweben zu lassen. Abgesehen vom Titel stellt das Werk keinerlei Bezug zum Unternehmen her. Laut Moskalenko hat das US-Patentamt seinen Film bereits genehmigt, doch Apple will dagegen Widerspruch einlegen. Sollte Apple an der Klage festhalten, würde der Rechtsstreit das komplette via Crowdfunding gesammelte Budget von 100.000 Euro verschlingen. Eine öffentliche Stellungnahme seitens Apple gab es zum Rechtsstreit bislang nicht. Es wäre allerdings nicht das erste Mal, dass das Unternehmen seine Markenrechte auf kuriose Weise einklagt. [Golem]

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Lara, Linda, Marius und Victoria