Die Meta-News der Woche - VW und Bosch entwickeln gemeinsam Software - Activision Blizzard: Kein Fan von Gewerkschaften - TikTok wehrt sich, Nutzerdaten ans BKA zu melden - Quartalszahlen: Tech-Giganten mit satten Gewinnen - Fluffy on Tour – Ein Staubsaugerroboter auf Umwegen

Die Meta-News der Woche

  • Meta Platforms verkündigte in der Nacht zum Dienstag, dass das Unternehmen bis zum Sommer den leistungsstärksten Computer der Welt für KI-Anwendungen bauen will. Der Superrechner zahlt auf das Zukunftsprojekt des Konzerns ein und soll die nötige Leistung erbringen, die für die Umsetzung des Metaverse notwendig ist. Mit der Entwicklung dieses Computers legt Meta nicht nur die Messlatte für KI-Innovationen besonders hoch. Auch der Gedanke, sich als Weltkonzern von Software-Lösungen im Bereich Hardware stärker aufzustellen und Abhängigkeiten zu mindern, spielt hier mit Sicherheit eine große Rolle.
  • Die Übernahmepläne des Chatbot-Anbieters Kustomer durch Meta wurden am vergangenen Donnerstag von den EU-Wettbewerbshütern genehmigt, wenn auch gebunden an die Erfüllung von Auflagen, wie zum Beispiel die Gewährleistung von Zugängen für konkurrierende Anbieter.
  • Der Rechtsstreit um eine Klarnamenspflicht geht für Facebook negativ aus – der Konzern verliert den Fall und muss die Verwendung von Pseudonymen bei „seit langem angemeldeten” Nutzern akzeptieren. Aufgrund einer Gesetzesänderungen des EU-Rechts im Mai 2018 gilt das Urteil des BGH jedoch nur für Altfälle. Facebooks Intention war es, die Hemmschwelle für Hassrede und Mobbing auf der Plattform zu erhöhen. [Handelsblatt | Handelsblatt | golem]

Automatisches Fahren: VW und Bosch entwickeln gemeinsam Software

In der ersten Kooperation zwischen Zulieferer und Autobauer wollen VW und Bosch die Einführung automatisch fahrender Autos vorantreiben. Mithilfe der großen Fahrzeugflotte von VW kann schnell eine große Datenmenge aus dem echten Straßenverkehr erhoben werden, die die Software-Entwicklung vereinfacht. Bereits im kommenden Jahr sollen erste Funktionen in Modellen der Volkswagenmarkengruppe genutzt werden. Dazu zählt etwa ein automatischer Abstandhalter. Auch an einem System für automatisierte Fahrten auf der Autobahn wird gearbeitet. Die neu entstehenden Lösungen sollen auch über VW hinaus auf dem Automobilmarkt angeboten werden. [Tagesschau]

Activision Blizzard: Kein Fan von Gewerkschaften

Dezember letzten Jahres entließ Raven Software, eines der Hauptstudios von Activision Blizzard (AB) hinter Call of Duty: Warzone, aus heiterem Himmel zwölf Mitarbeiter der Qualitätssicherung. Zuvor hatte man ihnen den Transfer zu einem Partnerstudio zugesagt. Darauf folgte ein wochenlanger Streik der Tester bis im Januar 34 von ihnen ankündigten, die Game Workers Alliance gründen zu wollen – eine Art Gewerkschaft (Union), was in der US-Gaming-Branche ein Unikum wäre. Sie baten AB darum, diese Pläne freiwillig anzuerkennen. Nun – eine Woche nach der Übernahmeankündigung durch Microsoft – gab AB bekannt, die Gründung verhindern zu wollen mit dem Argument, man könne mit „einer direkten Kommunikation zwischen Managern und Mitarbeitern schnell reagieren und die besten Ergebnisse und Möglichkeiten für die Angestellten“ erreichen. [PCGamer; Kotaku; Golem]

TikTok wehrt sich, Nutzerdaten ans BKA zu melden

Die Social Media-Plattform TikTok klagt vor dem Kölner Verwaltungsgericht gegen das Netzwerkdurchsetzungsgesetz, welches unter anderem vorsieht, dass bestimmte strafbare Inhalte umgehend an das Bundeskriminalamt weitergeleitet werden müssen. Das Gesetz soll dafür sorgen, Hasskriminalität, Falschnachrichten und andere Straftaten auf sozialen Netzwerken effizienter bekämpfen zu können. Experten haben bereits in der Vergangenheit kritisiert, dass TikTok nicht immer konsequent gegen Hasskommentare und extremistische Inhalte vorgeht. Neben TikTok sind auch Facebook oder YouTube juristisch gegen diese Regelung vorgegangen. Es ist laut Gerichtssprecherin jedoch noch unklar, wann darüber entschieden wird. [Spiegel, FAZ]

Quartalszahlen: Tech-Giganten mit satten Gewinnen

Die Geschäftszahlen aus dem letzten Quartal des Vorjahres lassen in der Tech-Welt einmal mehr aufhorchen. Gleich mehrere der relevantesten Firmen der Branche verzeichneten rekordverdächtige Gewinne. Besonders Apple stellte dabei alles in den Schatten: Trotz Chipmangel und Lieferengpässen stieg der Umsatz um satte 11 Prozent auf 34,6 Milliarden US-Dollar, was die Schätzungen der Analysten um ein Vielfaches übertraf. Auch Chip-Riese Intel kurbelte sein Geschäft kräftig an: Der steigende Bedarf an Kapazitäten in Rechenzentren sorgten für ein Umsatzwachstum um 4 Prozent auf 19,5 Milliarden US-Dollar. Auch für einen weiteren US-Giganten ist die Pandemie gewinntreibende Kraft. Microsoft, das erst kürzlich mit der Übernahme des Spieleentwicklers Activison Blizzard für Schlagzeilen sorgte, übertraf die Erwartungen der Analysten ebenfalls deutlich: Das wachsende Cloud-Geschäft bescherte satte Gewinne von 50 Milliarden US-Dollar – eine Steigerung um ganze 20% im Vergleich zum Vorjahr. [Handelsblatt1; Handelsblatt2; Golem]

Fluffy on Tour – Ein Staubsaugerroboter auf Umwegen

Staubsaugerroboter sind dafür bekannt, eigenständig Räume zu saugen und dabei Hindernisse zu erkennen. Im österreichischen Wieselburg ist vor kurzem jedoch ein Saug- und Wischroboter ausgebüxt. Das Gerät, welches liebevoll Fluffy getauft wurde, war in einem kleinen Lebensmittelladen im Einsatz. Jeden Morgen öffnet sich kurz die Schiebetür des Ladens automatisch zu Probezwecken, so auch an diesem Tag. Fluffys Arbeit ist zu dem Zeitpunkt normalerweise schon längst getan und der kleine Haushaltshelfer befindet sich wieder in seiner Station - doch nicht an diesem Morgen. So entwischte der kleine Roboter durch die offene Ladentür und fuhr den Besitzern davon. Erst nach deinem öffentlichen Aufruf in den sozialen Medien fand der kleine Roboter zurück zu seinen Besitzern. [Spiegel]

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Emma, Jessica, Linda, Marius, Patricia und Victoria