Telegram: Faeser droht mit Abschaltung – Arbeitsminister Heil unterstützt New Work – Take Two kauft Zynga – Finanztipps auf TikTok und Co. – Gartner-Studie: Computer sind out – Pokémon- statt Verbrecherjagd – LAPD-Beamte entlassen

Telegram: Faeser droht mit Abschaltung

Über die Messenger-App Telegram tauschen sich immer häufiger Rechtsextremisten aus. Das Netzwerkdurchsetzungsgesetz verpflichtet Anbieter sozialer Netzwerke jedoch dazu, rechtswidrige Inhalte nach einer Beschwerde sofort zu beseitigen. In einem Interview mit der Zeit drohte Bundesinnenministerin Nancy Faeser Telegram nun mit einer Abschaltung für den Fall, dass das Unternehmen weiterhin deutsche Gesetze missachtet und Maßnahmen zu einer Kooperation nicht greifen sollten. Beispielsweise könne man Apple und Google davon überzeugen, die Telegram-App nicht mehr zum Download anzubieten. Denkbar wären theoretisch auch mehr oder weniger wirksame Netzsperren. Damit würde man allerdings einen ähnlichen Weg wie autoritär regierte Staaten beschreiten. [t3n]

Arbeitsminister Heil unterstützt New Work

Der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil möchte auch nach der Pandemie gesetzliche Rahmenbedingungen bieten, die mobiles Arbeiten und Homeoffice unterstützen. Konkret bedeutet das, dass Arbeitgeber:innen ihren Mitarbeitenden Homeoffice nicht verwehren können, solange keine betrieblichen Gründe dagegensprechen. Auch die Flexibilität, zwischen Heimarbeit und Büro zu wechseln unterstützt er. Gleichzeitig macht Heil aber auch auf die negativen Auswirkungen von Homeoffice aufmerksam: etwa die Gefahr, dass der Feierabend im Homeoffice oft herausgezögert wird. [t3n]

Take Twos Two Cents zu Mobile Gaming: Mega-Publisher kauft Zynga

Jeder kennt sie, viele waren von ihnen genervt: Farmville-Anfragen auf Facebook. Mit der Casual Game-Reihe war Zynga unter der Schirmherrschaft von Facebook lange Zeit sehr erfolgreich. Nach einigen Umsatzverlusten und Kündigungswellen profitierte Zynga zuletzt während der Pandemie vom Mobile-Boom und wurde sogar als „Top-Übernahmeziel“ bezeichnet. Hier steigt Take Two Interactive (T2) ins Geschehen ein: Der Publisher gab am Montag die Übernahme von Zynga für 12,7 Milliarden US-Dollar bekannt– ein neuer Rekord in dieser Branche, wenngleich der Kaufbetrag wesentlich höher liegt als Zyngas eigentlicher Börsenwert. T2 tut es damit EA oder Ubisoft gleich (vielleicht ein bisschen spät) und erhofft sich dadurch ein Stück vom Mobile Games-Kuchen zu ergattern. [Handelsblatt; t3n]

Finanztipps auf TikTok und Co.

Immer mehr junge Menschen informieren sich bei sogenannten Finfluencern über Finanzthemen. Auf Instagram, TikTok und YouTube teilen diese hilfreiches Wissen über die komplexe Börsenwelt mit einem Publikum zwischen 16 und 35 Jahren. Wichtig ist vielen Finfluencern dabei, ihren Followern keine konkreten Anlagetipps zu geben, sondern ihnen eine solide Grundlage für gut überlegte Finanzentscheidungen zu vermitteln. Der Erfolg dieser Finanzkanäle hat seinen Ursprung vor allem im angeschlagenen Vertrauen in die staatliche Rente. Die Follower der Finfluencer nehmen ihre Altersvorsorge lieber selbst in die Hand und investieren z.B. gezielt in Aktienfonds. Der Corona-bedingte Börsencrash 2020 war für einige dann ein guter Zeitpunkt, um erstmalig Geld anzulegen. [Tagesschau]

Gartner-Studie: Computer sind out

Noch zu Beginn der Pandemie stieg die Nachfrage nach Computern extrem an, doch nun scheint die Nachfrage zurückzugehen - so das Marktforschungsinstitut Gartner. Dies ist nicht nur durch einen gesättigten Markt zu erklären, sondern auch aufgrund von Lieferkettenproblemen. Auch wenn der Umsatz im letzten Quartal um fünf Prozent gesunken ist, kann die Branche insgesamt noch ein Plus von fast zehn Prozent verzeichnen. Weiterhin an der Spitze ist der weltgrößte Computerhersteller Lenovo mit fast einem Viertel Marktanteil, dicht gefolgt von HP, darauf folgen Dell und Apple. [Handelsblatt]

Pokémon statt Verbrecherjagd – LAPD-Beamte aus kuriosem Grund entlassen

Wer sich fragt, wer eigentlich noch Pokémon GO spielt – das Handyspiel, dessen Hype vor rund fünf Jahren die ganze Welt erreichte –, der wird sich angesichts dieser Nachricht verwundert die Augen reiben. In Los Angeles sind nämlich ausgerechnet zwei Polizisten der Sucht nach dem virtuellen Jagen von Pokémon nach wie vor verfallen. Im denkbar schlechtesten Augenblick entdeckten sie das heißbegehrte und extrem seltene Pokémon Relaxo auf ihren Mobiltelefonen und konnten nicht widerstehen, die Pokébälle bereitzumachen und auf die Jagd zu gehen – und das, obwohl im selben Moment ein realer Notruf bei ihnen einging, von dem sie deshalb rein gar nichts mitbekamen. Auf Aufnahmen ihrer Dashcam erwischte man die beiden daraufhin im wilden Kampf mit dem Relaxo, während der echte Verbrecher die Flucht ergreifen konnte. Ihre Karriere als Polizisten sind sie daher nun leider los. Vermutlich trifft man sie aber stattdessen in Los Angeles‘ virtuellen Pokémon-Arenen, wo sie mit ihrem mächtigen Relaxo nur schwer zu besiegen sein dürften. [t3n]

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