Digitalisierung im Koalitionsvertrag – Sony wegen Diskriminierung angeklagt – Neues aus dem All – Indien strebt Verbot aller Kryptowährungen an– Black Friday: Die absurden Kosten des Konsumfesttages – Kafka oder Kafka? Moderne Teekesselchen auf Reddit

Digitalisierung im Koalitionsvertrag

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich SPD, Grüne und FDP auf ihren Koalitionsvertrag geeinigt. Das Digitalisierungsthema sowie die IT-Sicherheit stellen dabei einen wichtigen Schwerpunkt des Verhandlungsergebnisses dar. Zu den digitalen Kernvorhaben gehören unter anderem die Modernisierung von Verwaltung und Schulen. So sieht das Onlinezugangsgesetz bis 2023 vor, dass sämtliche Fachverfahren der Verwaltung in digitaler Form vorliegen. Zudem will die Ampel digitale Bürgerrechte stärken, indem sie ein Recht auf Verschlüsselung und ein wirksames Schwachstellenmanagement einführt sowie „Security-by-Design/Default“ vorsieht. Dabei soll auch der Staat zu einer verpflichtenden und verschlüsselten Kommunikation angehalten sein. Weiterhin wolle man Anonymisierungstechniken bei der Datenpolitik fördern. Der Koalitionsvertrag zeigt hinsichtlich der Digitalisierung also viele sinnvolle Maßnahmen auf. Wie dies in der Realität aussehen wird, hängt nun stark von der konkreten Umsetzung und Ausgestaltung der Vorschläge ab. [t3n]

Sony wegen Diskriminierung angeklagt

Nachdem Playstation-Chef Jim Ryan, der ebenfalls bei Sony in Kalifornien arbeitet, erst kürzlich in einer internen Mail Kritik an Diskriminierung und sexuellen Übergriffen bei Activision Blizzard sowie am Umgang des obersten Managements geäußert hatte, wurde nun auch gegen Sony eine Klage wegen Diskriminierung eingereicht. Eine ehemalige Sicherheitsanalystin reichte ihre Klage mit Antrag auf Erweiterung zu einer Sammelklage ein, sodass weitere Betroffene sich anschließen können. Laut der Klägerin habe Sony gegen den Equal Pay Act verstoßen – Männer wären für die gleiche Leistung besser bezahlt worden als Frauen und hätten zudem noch bessere Beförderungsmöglichkeiten. Außerdem berichtet die Klägerin von Frauen-verachtendem Verhalten des Managements. [Golem, t3n]

Neues aus dem All 

Die Woche stand im Zeichen des Weltraums: Am 24. November um 7:22 Uhr (MEZ) ist die Raumsonde Dart von der Vandenberg-Air-Force-Basis (Kalifornien, USA) aus in den Weltraum aufgebrochen - zwei Minuten nach der ursprünglich vorgesehenen Startzeit. Sie wurde mit einer Falcon-9-Trägerrakete vom privaten Raumfahrtunternehmen SpaceX in den Orbit befördert und soll bis zum 30. September 2022 das Doppel-Asteroiden-System Didymos erreichen, wo die Raumsonde auf einem der beiden Asteroiden einschlagen soll. Die NASA möchte mit diesem Test die Möglichkeiten einer frühzeitigen Asteroidenabwehr erproben.
Amazon-Gründer Jeff Bezos plant bereits den nächsten Flug seiner Firma Blue Origin ins All. Und damit nicht genug: Die Tochter des ersten US-Amerikaners im All und ein TV-Moderator sollen beim nächsten Raumflug dabei sein. Neben den beiden Ehrengästen seien noch vier Passagiere dabei, die Tickets gekauft haben: Raumfahrtingenieur Dylan Taylor, Investor Evan Dick, Technologie-Unternehmer Lane Bess sowie dessen Sohn. Wieviel sie jeweils für ihr Ticket bezahlt haben, teilte Blue Origin nicht mit.
Wegen eines "plötzlich ungeplant aufgegangenen" Spannbandes verschiebt sich der für den 18. Dezember geplante Start des James-Webb-Teleskops um mindestens vier Tage. Das 10 Milliarden US-Dollar teure James-Webb-Teleskop wird derzeit von Arianespace in Französisch-Guayana auf den Start mit einer Ariane 5 vorbereitet. Das Projekt ist eine internationale Partnerschaft zwischen der Nasa, der Esa und der kanadischen Weltraumbehörde. [Tagesschau, Handelsblatt, Golem]

Indien strebt Verbot aller Kryptowährungen an

Am Dienstag kündigte die indische Regierung einen Gesetzesentwurf an, der auf das Verbot aller privaten Kryptowährungen abzielt. Indiens Premierminister Narendra Modi warnte bereits Anfang November vor Bitcoin und Co. und rief zu einer globalen Zusammenarbeit gegen deren Verbreitung auf. In Indien befürchten Politik und Zentralbank, dass Kryptowährungen vor allem zur Geldwäsche und Terrorfinanzierung genutzt würden. Neben dem Verbot privater Kryptowährungen wolle man eine eigene digitale Währung, eine Central Bank Digital Currency, einführen, die von der indischen Zentralbank verwaltet wird. Im Fall des Verbots Blockchain-basierter Kryptowährungen ist in Anbetracht der hohen Nutzerzahlen in Indien mit gesellschaftlichem Widerwillen zu rechnen. [t3n, Handelsblatt]

Black Friday: Die absurden Kosten des Konsumfesttages

Auch in diesem Jahr gehen am Black Friday wieder massenhaft Waren über die – zunehmend virtuellen – Ladentheken. Während sich Handelsgiganten wie Amazon und Co. angesichts der zu erwartenden Umsatzrekorde die Hände reiben, sind die Folgen des Konsumwahnsinns für Klima und Umwelt erschütternd. So ergaben jüngste Berechnungen etwa, dass EU-weit im Jahr bis zu 2 Mio. Tonnen CO2-Emissionen eingespart werden könnten, würde jeder von uns sein Smartphone nur ein Jahr länger nutzen, als dies aktuell im Durchschnitt der Fall ist. Neben den dramatischen Folgen für das Klima fließen zusätzlich der immense Ressourcenverbrauch und die Förderung sozialer Missstände in den Produktionsländern in die erschreckende Rechnung unseres Konsumverhaltens mit ein. Macht man sich schließlich bewusst, dass die durchschnittliche Ersparnis am Black Friday laut einer Auswertung von Idealo nur bei ca. 4% liegt, sollte man sich – ganz besonders in diesen Zeiten – zweimal überlegen, ob es den neusten Fernseher oder die neueste HiFi-Anlage denn wirklich braucht. [ZDFheute, Spiegel]

Kafka oder Kafka? Moderne Teekesselchen auf Reddit

Was haben der Roman „Die Verwandlung“ und unser Kunde Confluent gemeinsam? Richtig, sie stehen beide in enger Verbindung mit dem Namen Kafka. Das wird auch auf Reddit deutlich: Dort verirren sich nämlich immer wieder Entwickler und IT-Profis in das Subreddit /r/Kafka, das eigentlich dem gleichnamigen Schriftsteller gewidmet ist. Dadurch kommt es immer wieder zu skurrilen Dialogen zwischen IT-lern, die Fragen zur Open-Source Lösung Apache Kafka haben, und Literaturfans. Die Perlen aus den Begegnungen sind auch auf Twitter zu finden – und sind definitiv einen Blick Wert. [t3n]

Viele Grüße aus der Redaktion 

Amelie, Emma, Jessica, Lara, Marius, Victoria und Carl