Rückschlag für deutsche Vorratsdatenspeicherung – IBM treibt Quantencomputing voran – Münchener Startup Sono Motors geht an die Börse – Hacker verschicken Spam-Mails über FBI-Server – Apple kündigt Self-Service-Reparatur an – Lego-Figuren werden zu Astronauten

Nächster Rückschlag für deutsche Vorratsdatenspeicherung

Erneut positioniert sich der Europäische Gerichtshof gegen die grundsätzliche Vorratsdatenspeicherung in Deutschland. Seit 2014 wird darüber debattiert, ob die Vorschrift der Vorratsdatenspeicherung für Internetprovider rechtens ist. Die Telekom und Spacenet haben sogar Klage eingereicht. Der EuGH stuft das Verfahren der Vorratsdatenspeicherung als unvereinbar mit der EU-Grundrechtecharta ein und bestärkt das Urteil immer wieder. Laut einem neuen Gutachten von EUGH-Generalanwalt Sánchez-Bordana stelle die Vorratsspeicherung einen schwerwiegenden Eingriff in die Grundrechte dar und sei somit nur in ausgewählten Situationen wie etwa bei Terrorverdacht zulässig. [Spiegel]

IBM treibt Quantencomputing voran

Am Montag stellte IBM einen 127-Qubit-Quantenchip mit Namen Eagle vor. Es wird erwartet, dass bis zum Ende des Jahrzehnts ein nutzbarer Quantencomputer präsentiert wird, der Berechnungen auf quantenmechanische Weise durchführt und Aufgaben löst, an die heutige Supercomputer nicht herankommen. Für diese Zukunftsvision hat IBM vor einigen Monaten einen Plan zur Entwicklung der Quantentechnologie vorgestellt – Eagle wird ein wichtiger Baustein dafür sein. „Unser erster 127-Qubit-Prozessor Eagle ist für ausgewählte Mitglieder des IBM-Quanten-Netzwerk nun als beispielhaftes System auf der IBM-Cloud verfügbar“, teilte Jerry Chow, Chef der Entwicklungsabteilung für Quanten-Hardware-Systeme, dem Online-Magazin Endgadget mit. [t3n]

Bahn frei für solarbetriebenes Fahren – Münchener Startup Sono Motors geht an die Börse

Der Traum von einem E-Auto, das ganz ohne Batterie auskommt, lebt weiter. Sono Motors, Münchener Entwickler eines durch Solarenergie betriebenen Fahrzeugs, startete am vergangenen Mittwoch an die US-Technologiebörse Nasdaq und konnte so im letzten Moment die drohende Insolvenz abwenden. 15% der Unternehmensanteile wurden platziert und sorgten für einen Erlös von rund 135 Millionen Dollar. Das Geld fließt nun unmittelbar in die Fertigstellung der nächsten Prototypen-Generation des Solarautos. Schon 2023 soll das Fahrzeug namens „Sion“, das mit etwa 250 Solarzellen bestückt ist, am Markt starten. Sono Motors gibt an, bereits über 16.000 angezahlte Reservierungen erhalten zu haben. [t3n]

Hacker verschicken Spam-Mails über FBI-Server

Unbekannten Angreifern ist es gelungen, eine Schwachstelle auf einem Server des FBI zu hacken und haben tausende Spam-Mails über diese verbreitet. Einer konservativen Schätzung zufolge soll die E-Mail mindestens 100.000 Postfächer erreicht haben. Die Nachrichten stammten von der legitimen Mail-Adresse eims@ic.fbi.gov, die zum Law Enforcement Enterprise Portal gehört. Da der echte Mailserver verwendet wurde, stimmten auch die Signaturen, welche die Authentizität des Absenderservers bestätigen. Spamfilter ließen diese Nachrichten unbeanstandet durch. Die versendeten Spam-Mails mit dem Betreff „Dringend: Bedrohungsakteur in Systemen“ warnten vor einem vermeintlich ausgeklügelten Angriff auf das Netzwerk des E-Mail-Empfängers. Die Schwachstelle sei, nachdem das FBI von ihr erfahren habe, aber schnell behoben worden. [Golem]

Apple kündigt Self-Service-Reparatur an

Apple hat ein Self-Service-Reparaturprogramm angekündigt. Künftig sollen technisch versierte Kunden ihre Apple-Geräte selbst reparieren und dafür offizielle Teile von Apple kaufen können. Damit schwenkt das Unternehmen endlich von der Position der vergangenen Jahre um: Der Hersteller ist immer wieder gegen inoffizielle Reparaturstellen rechtlich vorgegangen. Die sogenannte Self-Service-Reparatur wird zunächst für das iPhone 12 und das iPhone 13 sowie danach für Mac-Computer mit M1-Chip verfügbar sein. Später sollen weitere Geräte folgen. Das Programm startet erst in den USA und soll im Laufe des Jahres 2022 auch in weiteren Ländern angeboten werden.[Handelsblatt]

Lego-Figuren werden zu Astronauten

Im Februar 2022 soll die NASA-Mission „Artemis I“ zum Mond aufbrechen. Das Orion-Raumschiff wird mit der Space Launch System (SLS)-Rakete der Behörde in die Umlaufbahn gebracht. Von dort aus wird das Raumschiff eine Rundreise um den Mond antreten. An Bord der Mission werden neben wissenschaftlichen Experimenten auch vier Lego-Figuren sein: Kate, Kyle, Julia und Sebastian. Dabei werden die Figuren echte Teammitglieder darstellen. So wird Kate der Kommandopilot sein und Kyle der Missionsspezialist. Julia und Sebastian sind Teil der Lego City Serie. „Kate und Kyle in den Weltraum zu schicken, ist ein aufregender Höhepunkt der Lernserie Build to Launch und stellt für die Schüler eine einmalige reale Anwendung dar“, erklärt Esben Stærk, Präsident von Lego Education. [Golem]


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