Musk verkauft nach Twitter-Umfrage Tesla-Aktien im Wert von 5 Milliarden US-Dollar - Game Over für Online-Trolle: YouTube schafft Dislikes ab - „Hack Week“: Mehrere Cyberattacken sorgten für Schlagzeilen - Milliardenstrafe für Google - Statt Black Friday, jetzt Singles Day - Wohin nur mit dem ganzen CO2?

Musk verkauft nach Twitter-Umfrage Tesla-Aktien im Wert von 5 Milliarden US-Dollar

Insgesamt wird das Vermögen des Tesla-Chefs Elon Musk auf 338 Milliarden US-Dollar geschätzt. Eine gewaltige Summe, mit der viele drängende Probleme direkt angegangen werden könnten. Doch seine Kritiker meinen, dass er viel zu wenig tue. Tatsächlich zahlt der 50-Jährige nicht einmal Steuern. Der Tech-Milliardär ließ deshalb auf Twitter darüber abstimmen, ob er Tesla-Anteile verkaufen solle. Das Ergebnis der Musk-Follower war eindeutig: 57,9 Prozent stimmten mit „Ja“. An das Votum hat sich Musk nun offenbar gehalten: Insgesamt gingen 4,5 Millionen Aktien für etwa fünf Milliarden US-Dollar über den Tisch. Und was könnte man besseres mit einer solchen Summe anfangen als anfallende Steuern zu zahlen? [Handelsblatt 1; Handelsblatt 2]

Game Over für Online-Trolle: YouTube schafft Dislikes ab

Youtube teilte in einem Blogpost mit, dass es sich gezwungen fühlte, den Dislike-Button anzupassen, um Content Creator besser vor Belästigung und Angriffen zu schützen. Nach offiziellen Angaben bleibt der Button weiterhin nutzbar, nur der Kanalbetreiber sieht das Ergebnis. Das Argument, dass das Like-Dislike-Verhältnis Zuschauern hilft, auf einen Blick zu erkennen, ob ein Video inhaltlich von hoher Qualität ist, entkräftete Youtube: Daten hätten gezeigt, dass Videos selten abgebrochen würden, weil sie überproportional viele Dislikes hatten. Dem Videoportal wird vorgeworfen, die Diskussionskultur zu drosseln und nur positive Rückmeldungen zuzulassen. Zumal damit die jährliche Liste der Videos mit den meisten Dislikes verloren ginge. Das unbeliebteste deutsche Video wird nun für immer How it is Wap Bap von Bibisbeautypalace mit 3,3 Millionen „Daumen runter“ sein. [t3n; golem]

„Hack Week“: Mehrere Cyberattacken sorgten für Schlagzeilen

Gleich mehrere Angriffe auf populäre Plattformen sorgten in den vergangenen Tagen für Ärger bei einer Vielzahl von Betreibern – die jedoch unterschiedlicher kaum sein könnten. Der erste prominente Fall spielte sich auf der Website von Deutschlands wohl bekanntestem Verschwörungstheoretiker Attila Hildmann ab: Das Hacker-Kollektiv Anonymous kaperte die Homepage und deckte dabei erschreckende DSGVO-Verstöße bei der Verarbeitung von Kundendaten auf. Während diese Attacke einem eher fragwürdigen gemeinschaftlichen Zweck diente, waren die anderen Angriffe kriminell motiviert: Sowohl die Trading-Plattform Robinhood als auch MediaMarktSaturn wurden Opfer eines weitreichenden Diebstahls von Kundendaten inklusive Lösegeldforderung. Den Abschluss der „Hack Week“ machte schließlich ein in Gaming-Kreisen bereits bekanntes Gesicht: Hacker Andy Nguyen gelang es erstmals, sich Zugriff auf die Software der Playstation 5 zu verschaffen und kann seitdem auf sämtliche Entwicklerfunktionen der Konsole zugreifen. Laut eigenen Aussagen will er Sony nun jedoch die Chance geben, mit einem Fimware-Update zu reagieren. [Spiegel 1; Spiegel 2; t3n 1; t3n 2]

Milliardenstrafe für Google

In der Auseinandersetzung um eine milliardenschwere Wettbewerbsstrafe hat die EU-Kommission nun eine Geldbuße in Höhe von 2,42 Milliarden Euro zulasten von Google bestätigt. Das teilten die Richter in Luxemburg am Mittwoch mit. Konkret wirft sie Google vor, seinen eigenen Shopping-Vergleichsdienst in seinen Suchergebnissen ganz oben platziert und somit Vergleichsdienste der Konkurrenz herabgestuft zu haben. Bereits zwischen 2017 und 2019 hatte die für Wettbewerb in der Europäischen Union zuständige Kommission Strafen gegen Google in Höhe von insgesamt mehr als acht Milliarden Euro verhängt. Google jedoch hält all diese Entscheidungen für falsch und kämpft mit Klagen dagegen an. [Spiegel]

Statt Black Friday, jetzt Singles Day

China hat den 11. November zum Singles Day erklärt und Onlinehändler locken bereits seit über zehn Jahren mit unzähligen Angeboten. Bereits Wochen vorher weisen unzählige Händler auf spezielle Rabattaktionen und Angebote hin. Egal ob im Internet, im Fernsehen oder auf Plakatwänden – Shuang 11 (die Doppelelf) ist überall und verzeichnet jedes Jahr neue Rekordumsätze. Mittlerweile hat sich der Singles Day so weit rumgesprochen, dass sich auch internationale Händler beteiligen. Nach eigenen Angaben hat beispielsweise der Internet-Konzern Alibaba in 2020 etwa 65 Milliarden Euro Umsatz am Singles Day generiert, fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Prognosen für 2021 zeigen allerdings, dass die Pandemie weiterhin für Zurückhaltung sorgt. [Tagesschau]

Wohin nur mit dem ganzen CO2?

Unbestritten ist der Klimawandel die größte Bedrohung für unsere Gesellschaft. Trotzdem gelangt nach wie vor viel zu viel CO2 in die Atmosphäre und treibt die Erwärmung weiter voran. Auf der Suche nach Lösungen arbeiten in Island das Schweizer Startup Climeworks, das isländische Unternehmen Carbfix und der lokale Energieanbieter On Power gemeinsam daran, CO2 als Kalkkristalle in Basalt einzuschließen. Die Anlage namens Orca filtert momentan nur rund 4.000 Tonnen Kohlendioxid aus der Umgebungsluft, ist damit aber trotzdem die Größte ihrer Art. Ein großes Problem stellen die Kosten dar: Bis 2030 wolle man diese auf 170 bis 260 Euro pro Tonne senken, langfristig werden die niedrigsten Preise wohl sogar unter Hundert Euro pro Tonne liegen. [t3n]

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