LKW voller Grafikkarten gestohlen - Datenleak entlarvt Geldwäsche-Ring auf Twitch - Wirbel um Facebook – und das nicht nur wegen „Meta“ - Tarantino steigt ins NFT-Geschäft ein - Filesharing: 70-Jährige ohne Computer wird zu Geldstrafe verurteilt - Mit einem Hauch von Schwerelosigkeit: Bostoner Brauerei braut Space-Bier

LKW voller Grafikkarten gestohlen

Unbekannte Täter haben einen Laster des Grafikkartenherstellers EVGA gestohlen, der sich am 29. Oktober 2021 auf dem Weg von San Francisco in das südkalifornische Zentrallager befand. Dabei war der Lkw voll mit RTX-3000-Grafikkarten beladen, deren Einzelwert bei etwa 330 bis 1.960 US-Dollar liegt. Das gab EVGA-Produktmanager Jacob Freeman erst kürzlich bekannt. Der Hersteller hat jedoch bereits bestätigt, alle gestohlenen Grafikkarten zu sperren, sodass es nicht möglich sein wird, diese für eine Herstellergarantie oder andere Zusatzinformationen anzumelden. Weiterhin weist EVGA in einer offiziellen Mitteilung darauf hin, dass unter kalifornischem Recht das Kaufen und Verkaufen gestohlener Ware als Straftat gilt und entsprechend verfolgt wird. US-Kunden, die vor dem 29. Oktober 2021 ihre GPUs bestellt haben, müssen sich aber nicht um Lieferprobleme ihrer Bestellung sorgen. [golem]

Datenleak entlarvt Geldwäsche-Ring auf Twitch

Eine Streamer-Gruppe aus der Türkei nahm sich den Datensatz eines umfangreichen Datenleaks auf Twitch vor und stieß auf einen Geldwäsche-Ring mit über 2.000 Beteiligten. Der Gruppe fielen ungewöhnlich hohe Einnahmen bei kleineren Streamern mit nur zweistelliger Follower-Zahl auf. Die Kriminellen nutzten gestohlene Kreditkartendaten und bereinigten das Geld mithilfe des Monetarisierungstools über Twitchs Digitalwährung Bits. Die Geldwäscher handelten mit den unbekannten Streamern eine 20-prozentige Beteiligung am Gewinn aus. Berechnungen zufolge sollen innerhalb der letzten zwei Jahre ganze 9,8 Millionen US-Dollar auf diesem Weg von rund 2.400 türkischen Streamern gewaschen worden sein. Nun meldete sich Twitch zu Wort: Man habe inzwischen gegen 150 türkische Streamer Maßnahmen eingeleitet. [golem]

Wirbel um Facebook – und das nicht nur wegen „Meta“

Seit ziemlich genau einer Woche ist klar: Facebook heißt künftig Meta. Dass diese Entscheidung für Schlagzeilen sorgen würde, dürfte Gründer Mark Zuckerberg klar gewesen sein. Weshalb sein Unternehmen – allem voran die Plattform Facebook – aktuell jedoch in aller Munde ist, hat der Social Media Pionier vermutlich nicht absehen können. Zunächst sorgte der Fall eines deutschen Startups erst kürzlich für Aufregung: Das Meta-Design wies nämlich erstaunliche Ähnlichkeiten zu dessen Logo auf, weshalb der Berliner Firma wohl nun zwangsläufig ein Rebranding bevorsteht. Deutlich weniger ärgerlich, aber umso mehr zum Schmunzeln: Auf Facebook scheint eine Fanpage von Elon Musk fälschlicherweise als realer Social-Media-Auftritt des Tesla-Pioniers verifiziert worden zu sein. [W&V; Business Insider]

Tarantino steigt ins NFT-Geschäft ein

Quentin Tarantino versteigert sieben unveröffentlichte Szenen aus Pulp Fiction als NFT auf der NFT-Auktionsplattform Opensea – inklusive handgeschriebener Seiten aus dem Originaldrehbuch und exklusiver Audiokommentare des Regisseurs. Die angebotenen Non-fungible Token sollen auf der Secret Network Blockchain basieren, die sich auf Datenschutz und Privatsphäre spezialisiert hat. Informationen über Transaktionen und Besitz solcher NFT sind verschlüsselt, sodass weder Inhalte der Szenen noch die potenziellen Besitzer:innen erkennbar sind. Die dadurch entstehende Exklusivität könnte den Preis der NFT zusätzlich pushen. Tarantino äußerte konkret seine Begeisterung über die neue Welt, die durch Secret Network und Secret NFT entstehe, durch die Fans und Künstler:innen auf eine besondere Weise verbunden werden würden. [t3n]

Filesharing: 70-Jährige ohne Computer wird zu Geldstrafe verurteilt

Auch wer keinen PC besitzt, kann wegen Filesharing verurteilt werden. Das zeigt der Fall einer Seniorin in Köln. Vor knapp einem Jahr hatte das Amtsgericht Köln entschieden, dass die Seniorin für illegales Filesharing haften muss – obwohl sie nach eigenen Angaben nicht einmal einen PC hat. Das Landgericht Köln hat dieses Urteil jetzt bestätigt. Die über 70-jährige Anschlussinhaberin muss dem Filmstudio Warner Bros. Entertainment einen Schadensersatz in Höhe von 2.000 Euro zahlen.
Die Seniorin habe den Internetanschluss in ihrer Kölner Wohngemeinschaft regelmäßig Familie, Freund:innen und Besucher:innen zur Verfügung gestellt. Ihr Sohn habe über den Router auch einen Freifunkknoten betrieben. Sie selbst habe weder die technische Kenntnis noch den Rechner gehabt, um die vorgeworfene Urheberrechtsverletzung zu begehen. Das Gericht begründete das Urteil damit, dass die Frau ihre freies WLAN nicht hinreichend überwacht habe. [Golem]

Mit einem Hauch von Schwerelosigkeit: Bostoner Brauerei braut Space-Bier

Erinnert ihr euch an die SpaceX-Mission Inspiration4, bei der vier Zivilisten einige Tage im Orbit verbrachten? Damals hatte der Milliardär Jared Isaacman, der die Mission finanzierte und die Crew zusammenstellte, 32 Kilogramm Hopfen im Gepäck. Der Plan war, das Gewächs an die höchstbietende Brauerei zu Charity-Zwecken zu versteigern. Für eine Spende von 100.000 US-Dollar sicherte sich die Bostoner Brauerei Samuel Adams den Hopfen und braut nun das offizielle Inspiration4-Bier. Über den Namen ließ Samuel Adams in den sozialen Medien abstimmen. Die Community entschied sich für „Space Craft“. [t3n]

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