Personio liegt auf Platz zwei der deutschen Start-ups  – Dankbarkeit sieht anders aus – Zwei neue Bitkom-Studien mit interessanten Ergebnissen – Chipmangel bremst Produktion des iPhone 13 – TeamViewer und Google entwickeln VR-Brille für schnelleres Packen – Squid Game: Hype jenseits der Netflix-Grenzen

Personio liegt auf Platz zwei der deutschen Start-ups

Im Januar schaffte das Personalsoftware-Start-up Personio seinen Aufstieg zum Einhorn mit Milliardenbewertung. Neulich konnte sich Gründer Hanno Renner über weitere 270 Millionen Dollar zur Finanzierung freuen. Personio hat somit nun mehr als eine halbe Milliarde Dollar eingesammelt und stellt mit einer Bewertung von sechs Milliarden Dollar das zweitwertvollste deutsche Start-up hinter Celonis dar. Mittlerweile gehört das Start-up sogar zu den Top Ten Europas. Darüber hinaus kündigte es neue Erweiterungen seines Geschäftsmodells an: Krankschreibungen und Einstellungen über die Personalabteilung sollen automatisiert werden. Ein weiteres zukünftiges Ziel ist es eine Art SAP für Personaler in Firmen mit bis zu 2.000 Mitarbeiter zu werden. Der Markt bietet momentan große Chancen, weil viele Mittelständler bisher keine Softwarelösungen eingesetzt haben – Personio hat diese Marktlücke erkannt und genutzt. [Handelsblatt]

Dankbarkeit sieht anders aus

Modern Solutions bietet Herstellern und Händlern die Möglichkeit, Produkte auf verschiedenen Plattformen zu vertreiben. Dadurch hat der Dienstleister Zugriff auf Millionen von personenbezogenen Daten — aber leider auch ein Datenleck. Darauf wurde Modern Solutions mehrfach von einem Programmierer aufmerksam gemacht, der ursprünglich nur ein Problem in einer Software fixen sollte. Nachdem Modern Solutions allerdings auf keine seiner E-Mails reagierte, ging er an die Presse und der Spiegel veröffentlichte die Story. Betroffen sind demnach die Daten von rund 700.000 Personen. Daraufhin reagierte Modern Solutions und zwar mit einer Anzeige, woraufhin die Polizei eine Hausdurchsuchung durchführte und Laptops des Programmierers beschlagnahmte. Dieser sieht sich nun vor finanziellen Schwierigkeiten und bat per Crowdfunding um finanzielle Hilfe – mit Erfolg. Modern Solutions hat sich bisher nicht geäußert. [Golem]

Zwei neue Bitkom-Studien mit interessanten Ergebnissen

Die Angst vor Ransomware und Datenlecks beschert der IT-Branche ein gutes Geschäft. Nach Angaben des Digitalverbandes Bitkom wächst der Markt für IT-Sicherheit in Deutschland ungebrochen. Im diesem Jahr würden in dem Bereich voraussichtlich 6,2 Milliarden Euro für Hardware, Software und Dienstleistungen ausgegeben. Damit wird erstmals die Schwelle von sechs Milliarden Euro überschritten. Das neue Hoch liegt 9,7 Prozent über dem bisherigen Rekordjahr 2020 (5,6 Milliarden Euro Umsatz). In einer weiteren repräsentativen Umfrage bei 505 Handelsunternehmen fand Bitkom heraus, dass die Digitalisierung für den Einzelhandel an Bedeutung gewinnt. Vor der Pandemie waren gerade einmal 28 Prozent der Einzelhändler auf Facebook, Instagram und Co. aktiv. Inzwischen sind es 72 Prozent. Und auch der Verkauf von Waren im Internet ist deutlich angestiegen: von 58 Prozent vor zwei Jahren auf nun 85 Prozent. Die Händler verkaufen sie entweder ausschließlich im Internet oder als Ergänzung zum stationären Geschäft. [Golem, Tagesschau]

Chipmangel bremst Produktion des iPhone 13

Wegen des weltweiten Chipmangels standen bereits Produktionsstraßen von Autoherstellern still und Verkäufer von Grafikkarten und Spielekonsolen können seit Monaten ihre Kundschaft nicht bedienen. Auch das Unternehmen Apple hat nun unter dem Chipmangel zu leiden. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtete, dass die Zulieferer Broadcom und Texas Instruments (TI) Schwierigkeit haben, genügend Komponenten zu liefern. Der iPhone-Konzern bezieht Displayteile von TI und Drahtloskomponenten von Broadcom für das neue iPhone 13. Aufgrund dessen sieht sich Apple gezwungen, sein ursprüngliches Produktionsziel von 90 Millionen iPhones auf 80 Millionen zu senken. Ob sich dies auch auf die Preise für das iPhone 13 auswirkt, ist noch unklar. [Welt, NZZ]

TeamViewer und Google entwickeln VR-Brille für schnelleres Packen

Es klingt ein bisschen nach 1990er Science Fiction: eine VR-Brille, die dabei hilft, möglichst effizient im Warenlager Pakete zu packen. TeamViewer und Google kooperieren hierfür und nennen es „freihändige Kommissionierung“. Die Software dazu kommt von TeamViewer, Cloud und AR-Brille stellt Google bereit. Bei der Kommissionierung von Bestellungen soll Mitarbeitern so geholfen werden, effizient und freihändig die richtigen Produkte zu finden. 15 bis 40 Prozent Effizienzsteigerung verspricht TeamViewer und die über Google Cloud angebundenen Systeme sollen sich in Echtzeit aktualisieren. [Heise]

Squid Game: Hype jenseits der Netflix-Grenzen

Squid Game ist in kürzester Zeit zur erfolgreichsten Netflix-Show aller Zeiten aufgestiegen. Der Hype um die südkoreanische Serie, in der verschuldete Menschen in Kinderspielen bis zum Tod gegeneinander antreten, geht mittlerweile sogar über die Streaming-Grenzen hinaus und findet zahlreiche Nachahmer sowohl im virtuellen Milieu als auch im ‚Reallife‘. So haben sich Modder und Gamer an die Arbeit gemacht, die Settings und Kinderspiele aus Squid Game unter anderem in GTA V, Minecraft, Fortnite und sogar Animal Crossing einzubauen (der AC-Code für interessierte Spieler: DA-0194-6325-1608). Damit nicht genug: Am 12. Oktober richtete das Koreanische Kulturzentrum in Abu Dhabi ein Reallife Squid Game Event aus, an dem 30 Einheimische teilnahmen – ohne echte Waffen und Preisgeld, dafür aber mit originalgetreuen Kostümen und Kulturauftrag. [GamePro, sportskeeda, t3n]


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