Cyberkrimi geht vor Gericht - Der digitale Führerschein ist daEin Kabel für alle - US-Regierung prüft Zoom-Übernahme - Microsoft will es wissen - Candy Crush kombiniert sich seinen Weg in die E-Sports-Sparte

OneCoin: Cyberkrimi geht vor Gericht

Ab 2014 investierten allein in Deutschland rund 60.000 Menschen in die vielversprechende Kryptowährung OneCoin, betitelten sie bald darauf als Bitcoin-Killer und feierten die Gründerin Ruja Ignatova als Krypto-Queen. Allerdings steckte hinter der Währung niemals eine Blockchain, sondern ein illegales Schneeballsystem. Als die Staatsanwaltschaft 2016 die Ermittlungen aufnahm, tauchte Ignatova unter und hinterließ einen Schaden von rund vier Milliarden Dollar. In Münster startet nun der Prozess gegen drei ihrer Vermittler. Die Anklageschrift, die allein schon 200 Seiten lang ist, wirft den Angeklagten unter anderem Geldwäsche und vorsätzlich Zahlungsdienste ohne erforderliche Erlaubnis vor. Für den Prozess sind bis Ende Mai 2022 vorerst 49 Verhandlungstage veranschlagt. [FAZ]

Der digitale Führerschein ist da – mit enormen Startschwierigkeiten

Seit dieser Woche kann man sich in Deutschland den Personalausweis und in einem weiteren Schritt auch den Führerschein digital aufs Handy laden. Die Firma Digital Enabling GmbH wurde von der Bundesregierung beauftragt, für einen entsprechenden digitalen Dienst zu sorgen, der sich unter dem Namen „ID Wallet“ in den App Stores finden lässt. Lädt man in dieser App den Personalausweis hoch, sendet sie eine automatisierte Anfrage an das Kraftfahrtbundesamt und überprüft so, ob zusätzlich eine gültige Fahrerlaubnis vorliegt. Diese wird dann ebenfalls der App hinzugefügt. Genau das scheint jedoch nur bei einer Handvoll Nutzer:innen zu funktionieren: Im Internet häufen sich Berichte über Fehlermeldungen, die eine Nutzung des Dienstes unmöglich machen. Datenschützer warnen zudem bereits vor möglichen Risiken bei der Datenverarbeitung. Ob die Entwickler passende Lösungsansätze für derartige Probleme haben, ist aktuell noch völlig offen. [t3n]

Ein Kabel für alle

Die EU-Kommission will nicht länger darauf warten, dass die Industrie freiwillig auf einheitliche Ladekabel setzt und schreibt nun den USB-C-Standard verbindlich vor. Besonders Apple hatte bisher einheitliche Stecker abgelehnt. Der ausschlaggebende Grund für die Entscheidung der EU-Kommission: Bei vielen Verbrauchern liegt eine Vielzahl an Ladekabeln ungenutzt rum, wodurch unnötiger Elektroschrott verursacht wird. Verbraucher sollen künftig selbst entscheiden können, ob sie beim Kauf eines neuen Gerätes ein neues Ladekabel mit erwerben oder nicht. Berechnungen zufolge könnten Verbraucher dadurch jährlich 250 Millionen Euro sparen und rund 1000 Tonnen Elektroschrott vermeiden. Um eine ausreichende Anpassungsfrist zu gewähren, soll die Industrie zwei Jahre Zeit haben, um auf die einheitlichen Ladekabel und Buchsen umzustellen. Ab 2024 wäre dann also Schluss mit dem Kabelsalat. [Tagesschau.de] 

US-Regierung prüft Zoom-Übernahme

Das vom US-Justizministerium geführte Team Telecom prüft den Kauf von Five9 durch Zoom Video Communications für rund 15 Milliarden US-Dollar. Geprüft wird vom Ausschuss für die Bewertung ausländischer Beteiligungen im Telekommunikationssektor der Vereinigten Staaten, ob der Kauf „ein Risiko für die nationale Sicherheits- oder Strafverfolgungsinteressen“ darstellt. Zoom hatte im Juli 2021 erklärt, Five9 zu übernehmen. Die Akquisition mit einem Volumen von 14,7 Milliarden US-Dollar sollte in Aktien bezahlt werden. Die Übernahme von Five9, das Cloud-basierte Contact-Center-Plattformen für die Kundenbetreuung anbietet, darf bis zum Ende der Überprüfung durch Team Telecom nicht weiterbetrieben werden. [FAZ]

Microsoft will es wissen

Nachdem bereits lange angekündigt wurde, dass Windows 11 auf den Markt kommt, ist es am 5. Oktober endlich soweit. Doch das ist nicht das einzige neue Produkt von Microsoft. Klimawandel und insbesondere Klimaschutz ist in aller Munde: Auch Microsoft möchte mehr für die Umwelt tun und entwickelte eine Maus aus Meeresplastik – Ocean Plastic Mouse. Die kleine Maus besteht dabei aus 20 Prozent recyceltem und aus dem Meer gewonnenen Plastik und ist für 28 Euro erhältlich. Neben neuer Software und neuer Maus gibt es künftig auch ein neues Microsoft Surface. [Spiegel]

Candy Crush kombiniert sich seinen Weg in die E-Sports-Sparte

Die meisten assoziieren E-Sports mit kompetitiven (Multiplayer-) Spielen wie League of Legends, CS:GO, Overwatch, Fortnite oder Rocket League. Nun tritt mit Candy Crush Saga ein neuer Mitstreiter auf den Gaming-Turnier-Plan. Seit dem 23. September verbinden US-amerikanische Casual Gamer, die mindestens Level 25 erreicht haben, in den nächsten Wochen Süßigkeiten-Reihen miteinander, um sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Nach dem Halbfinale soll im November das große Finale stattfinden. Der Gewinn: ein Jahresvorrat an Goldbarren, die In-Game-Währung von Candy Crush. Moderiert und kommentiert wird das Spektakel von niemand Geringerem als Khloé Kardashian. Ob eine Ausstrahlung des Candy-Crush-Showdowns in Deutschland geplant ist, ist nicht bekannt. [Golem]

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