Vier Zivilisten allein im Weltall - Keine gute Woche für Apple - TikTok im Visier der irischen Datenschutzbehörde - HomeToGo kündigt Börsengang via Spac Lakestar an - Wer möchte Besitzer des ersten digitalen Smileys werden? - Iphones sollten sich von Motorrädern fernhalten

Godspeed, Inspiration4: Vier Zivilisten allein im Weltall

Am Donnerstag startete um 2:02 MESZ die „Falcon 9“-Rakete mitsamt der SpaceX „Dragon“-Kapsel von Cape Canaveral aus in Richtung Erdumlaufbahn. An Bord befinden sich keine Profi-Astronauten, sondern vier Zivilisten: Milliardär und Missionskommandant Jared Isaacman, der die Mission finanzierte; Geowissenschaftlerin und Missionspilotin Dr. Sian Proctor; die Arztassistentin Hayley Arceneaux, die selbst eine Krebserkrankung im St. Jude Kinderkrankenhaus – ihrem Arbeitsplatz – überstand sowie Dateningenieur und Auslosungsgewinner Chris Sembroski. Auf einer Höhe von etwa 575 Kilometern – höher als die ISS – umkreist die Crew drei Tage die Erde. Die Missionsziele: Daten sammeln, um Raumfahrt-Tech voranzutreiben und Raumfahrt für ein breiteres Publikum zugänglicher zu machen, sowie das Sammeln von Spenden für das St. Jude Research Hospital in Tennessee. [Golem; Handelsblatt]

Keine gute Woche für Apple: Launch neuer Produkte enttäuscht kurz nach Epic-Niederlage

Am Dienstag wurde das neue iPhone 13 in der Mini-, Standard-, Pro- und Max-Pro-Version vorgestellt. Die neuen Modelle verfügen über längere Batterielaufzeiten und eine neue Weitwinkelkamera, die die Tiefe des Raums besser darstellt. Zudem ist das iPhone Pro das erste Modell, das mit einem Terabyte Speicherplatz prahlt. Das neue iPad Mini machte auch sein Debut, mittlerweile passt es in eine Hand und ist durch den neuen A15 Bionic Prozessor 80 Prozent schneller als die vorherige Version. Obwohl sich viele eine Designveränderung bei der Apple Watch vorgestellt hatten, ist das Display nur leicht größer und gleichzeitig robuster geworden. Apple erhoffte sich durch diesen Launch einen Börsenaufschwung - die Aktie verlor jedoch schon vergangenen Freitag mehr als drei Prozent und gab zusätzlich um rund 1,5 Prozent nach. Weitere schlechte Nachrichten erhielt Apple kurz zuvor als eine wettbewerbsschädliche Regelung im App Store (vorerst) aufgehoben wurde. Die Richterin im Verfahren Epic gegen Apple hatte sich entschieden, dass Apps im App Store Kunden auf Möglichkeiten zum Kauf digitaler Artikel verweisen dürfen. Das Abrechnungssystem des AppStores kann somit vermieden werden. Dieses Verfahren wurde bisher von Apple untersagt, worunter App-Entwickler lange leiden mussten. [Handelsblatt; Golem]

TikTok im Visier der irischen Datenschutzbehörde

Die besonders bei Jugendlichen beliebte Plattform steht im Verdacht, Daten von Kindern unrechtmäßig verarbeitet zu haben. Außerdem sollen Kundendaten nach China weitergegeben worden sein. Die irische Datenschutzbehörde DPC hat deshalb nun die Ermittlungen aufgenommen. TikTok hat seinen Europahauptsitz in Irland, weshalb Ermittlungen in Datenschutzangelegenheiten von dort aus koordiniert werden. Die irische Behörde kann im Falle einer Verurteilung Geldbußen von bis zu vier Prozent des weltweiten Firmenumsatzes verhängen. TikTok hat nicht zum ersten Mal mit Vorwürfen des Datenmissbrauchs zu kämpfen. Erst kürzlich hatte das Unternehmen strengere Regeln zum Schutz von Kundendaten erlassen und damit auf die Kritik vieler Datenschützer reagiert, die der Plattform vorwarfen, versteckte Werbung und unangemessenen Inhalte nicht ausreichend zu regulieren. [Zeit]

HomeToGo kündigt Börsengang via Spac Lakestar an

Der 2014 in Berlin gegründete Marktplatz für Ferienwohnungen und -Häuser HomeToGo soll Ende September an die Börse gehen. Die Aktionäre des Spac Lakestar hatten der Verschmelzung mit dem Online-Portal zugestimmt. Mit einer Bewertung von 1,2 Milliarden Euro, von denen die Vermittlungsplattform 250 Millionen Euro erhalten wird, möchte das Unternehmen sein Wachstum weiter anfeuern. In Zukunft möchte HomeToGo 80 Millionen Euro jährlich umsetzen. Bis dahin scheint es nicht mehr weit zu sein: Von Januar bis Juni wurden 30 Millionen Euro erreicht, ein Anstieg von 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. [FAZ]

Wer möchte Besitzer des ersten digitalen Smileys werden?

Auch wenn sie heutzutage kaum noch aus der digitalen Welt wegzudenken sind: Smileys mussten auch erst erfunden werden. Vor rund 39 Jahren im September 1982 hatte der Computerwissenschaftler Scott Fahlman die einschneidende Idee. Da die eigentliche Gefühlslage bei Nachrichten im Online-Mitteilungsbord seiner Universität oft verloren ging, erdachte sich Fahlman die Kombination aus Satzzeichen und stellte den Smiley zum ersten Mal digital vor. Dazu gab er noch den Hinweis: „Ihr müsst es seitwärts lesen.“ Die Nachricht wird nun bis zum 23. September vom US-Auktionshaus Heritage Auctions als NFT versteigert. Das Anfangsangebot liegt bei 1000 Dollar, umgerechnet sind das etwa 850 Euro. Es bleibt noch spannend, wer der stolze neue Besitzer des ersten Smileys sein wird. [FAZ]

Iphones sollten sich von Motorrädern fernhalten

Viele Motorradfahrer lieben es, wenn ihre Maschinen im Stand brodeln oder beim Gas geben laut dröhnen – genau das erklärt Apple nun zum Problem. Der Konzern warnt seine Kunden ausdrücklich davor, iPhones auf Motorrädern mit großen Motoren zu montieren. Die starken Vibrationen könnten die Kameraleistung der Smartphones langfristig beeinträchtigen. Viele Kameras haben heutzutage einen Bildstabilisator integriert, der kleinere Wackeleien ausgleicht und dennoch scharfe Bilder erzeugt. Apple gibt an, dass dieser nachhaltig beschädigt werden könnte, sollte man solche Geräte auf dem Motorrad montieren. Bei Motorrädern mit kleinen oder Elektromotoren sei es jedoch kein Problem. [Spiegel]

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