Starten bald Raketen in der Nordsee? – Neues aus dem Influencer-Business – Telekom verabschiedet sich vom „toten Gaul“ De-Mail – Deutschland digitalisiert sich weiter – Neues aus der Krypto-Welt  – Kunstfälschung hat NFTs erreicht

Starten bald Raketen in der Nordsee?

Raketen sollen zukünftig aus der Nordsee von einer schwimmenden Plattform starten, dafür gaben Wirtschaftsminister Peter Altmaier und BDI-Chef Siegfried Russwurm den Startschuss. Insgesamt vier Raketenfirmen haben bereits Kundenverträge mit der „German Offshore Spaceport Alliance (Gosa)“ geschlossen. Die schwimmende Plattform soll zukünftig Raketenstarts von kleinen Raketen ermöglichen, um etwa Satelliten ins All zu befördern. Die endgültige Genehmigung seitens des Bundesverkehrsministeriums steht allerdings noch aus. [Handelsblatt]

Neues aus dem Influencer-Business

Nachdem der Verband Sozialer Wettbewerb unzulässige Schleichwerbung bei mehreren Influencern beanstandet und Unterlassung sowie Abmahnkosten gefordert hatte, hat der BGH gestern entschieden. Nach dem neuen Urteil dürfen Influencer ihre Posts bei denen sie auf Produkte verweisen weiterhin ohne Werbehinweis veröffentlichen – vorausgesetzt es handelt sich dabei nicht um eine bezahlte Partnerschaft, in diesem Fall sei der Post in jedem Fall mit einem Werbehinweis zu versehen. Bei unbezahlten Partnerschaften müssen Influencer nun lediglich den Werbehinweis hinterlegen, sobald sie auf die Internetseite des Herstellers verlinken. Bei einem bloßen Tag auf das Instagram-Profil eines Herstellers ist der Werbehinweis aber nach wie vor nicht-verpflichtend. [Werben&Verkaufen]

Deutschland digitalisiert sich weiter

Mit einem Smartphone und einer Zugangs-PIN soll man sich über die „Ausweisapp2“ online identifizieren können. Die App könnte den Ausweisprozess nicht nur in der Verwaltung, sondern auch im Geschäftsleben erleichtern. Das Bundesministerium betont jedoch, dass die Technik noch einige Wochen dauern könnte und daher die App vor Dezember 2021 nicht erwartet wird. Bei einem weiteren Prestige-Projekt, der neuen elektronische Patientenakte (ePA), gibt es derweil Problem Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber hat vier große Krankenkassen angewiesen, die Lösing um zusätzliche Datenfunktionen zu erweitern. Es gibt zwei Problembereiche: Die Selbstbestimmung der Datenweitergabe und, dass die ePA nur mit geeigneten Smartphones nutzbar ist. Experten gehen davon aus, dass die meisten Krankenkassen gegen die Weisungen des Bundesbeauftragten klagen werden. Des Weiteren wird ab dem 1. September ein neues Smart-ID-Gesetz eingeführt, das zeitaufwändige Behördengänge verringern soll. [FAZ, FAZ]

Roku will deutschen Streaming-Markt erobern

Der 2002 in Kalifornien gegründete US-Hersteller von TV-Streaminggeräten Roku startet jetzt auch in Deutschland. Der Streamingriese ist mit über 2.000 Mitarbeitern und einem Umsatz von 1,8 Milliarden US-Dollar im Jahr 2020 als ernstzunehmende Konkurrenz auf dem Markt gegen Apple, Amazon und Co. einzustufen. Ähnlich wie beim Fire TV Stick lassen sich über Rokus Sticks und Settopboxen beliebte Streaming-Services wie Netflix, aber auch lokale Dienste wie SkyTicket empfangen. Das Unternehmen hat noch mehr Produkte anzubieten, beschränkt sich vorerst jedoch auf seine Hardware. Das konkrete Angebot an Playern und deren Preise lässt Roku zudem noch offen. [FAZ]

Neues aus der Krypto-Welt: Aufwind für Bitcoin und Co.

Kryptowährungen, wie Bitcoin sind weiterhin auf dem Vormarsch. Das zeigt sich unter anderem in den jüngsten strategischen Entscheidungen des US-Kreditkartenanbieters Mastercard. Bereits vor einigen Monaten hatte das Unternehmen ein Pilotprojekt zur Integration von Stablecoins gestartet und damit das eigene Geschäft für den Krypto-Sektor geöffnet. Die jüngst bekannt gewordene Übernahme des Blockchain-Startups Ciphertrace, das darauf spezialisiert ist, Geldbewegungen auf den verschiedenen Blockchains zu analysieren und mögliche verdächtige Zahlungen zu entdecken, setzt diesen Weg nun konsequent fort. Weiteren Aufwind erhalten Digitalwährungen derweil durch eine revolutionäre Gesetzesänderung des mittelamerikanischen Landes El Salvador: Dort zählt Bitcoin mit sofortiger Wirkung als gesetzliches Zahlungsmittel. Künftig lässt sich somit bei jedem Händler mit der Krypto-Währung bezahlen. [t3n; FAZ]

Kunstfälschung hat NFTs erreicht

In Großbritannien hat ein Kunstsammler für 244.000 Pfund, beziehungsweise 100 Ether, das angebliche erste NFT- Kunstwerk von Banksy erstanden. Leider stellte sich im Nachhinein heraus, dass das Zertifikat in der Blockchain ein Fake ist und Banksy ließ über einen Sprecher klarstellen, dass er keine NFTs zum Kauf anbietet. Seltsam an der Sache ist allerdings, dass der Kunstsammler selbst unter dem Pseudonym „Pranksy“ auftritt und ihm die Summe der 244.000 Pfund (100 Ether) vom Fälscher zurückerstattet wurde. Das lässt darauf schließen, dass es sich hier nicht wirklich um Betrug handelt, sondern um eine Aktion, um auf mögliche Risiken bei NFTs aufmerksam zu machen. [FAZ]

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