The Heart of Gaming: Die Gamescom geht in die nächste Runde – Mercedes geht neue Wege mit erstem Software-Chef – Bye bye Swipe-Up-Link! – Hin und her bei OnlyFans – Höhere Chip-Preise – Datensicherheit kostet Milliarden und fordert Milliardeninvestitionen

The Heart of Gaming: Die Gamescom geht in die nächste Runde

Am Mittwoch startete die virtuelle Gamescom mit der Opening Night Live Show, die nach eigenen Angaben von zwei Millionen Zuschauern verfolgt wurde: Geoff Keighley und Games-Journalistin Natascha Becker stellten Weltpremieren und neue Trailer aus der Welt der Videospiele vor. So kündigte Volition ein Saints Row Reboot an, Call of Duty: Vanguard überzeugte mit einer Gameplay-Demo und Gamer erhielten erste Einblicke in Lego Star Wars: The Skywalker Saga. Microsoft/Xbox gab das Release-Datum von Halo Infinite bekannt (8. Dezember) und stellte im Zuge dessen die limitierte Xbox Series X im Halo-Design vor. Am Donnerstag und Freitag folgte ein bunt gemischtes, virtuelles Gaming-Programm voller Indie-Games, Cosplays und Diskussions-Panels. [t3n, Golem, kicker]

Mercedes geht neue Wege mit erstem Software-Chef

Lange hat es gedauert, aber im Jahr 2021 ist es soweit: Mercedes-Benz holt sich einen Software-Chef ins Haus und treibt die Digitalisierung im Unternehmen voran. Da Sajjad Khan das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlässt und die Position des Chief Technology Officers damit aufgelöst wird, holt sich Mercedes einen neuen Mann ins Boot. Der Schwede Magnus Östberg wird künftig den eigens für ihn geschaffenen Posten des Chief Software Officers bekleiden und einen Teil von Khans Aufgaben übernehmen. Unter anderem wird Östberg die Entwicklung des Fahrzeug-Betriebssystems MB.OS leiten, mit dem der Konzern eine eigene Software-Plattform für seine Fahrzeuge schaffen möchte. [FAZ]

Bye bye Swipe-Up-Link!

Instagram entfernt ab dem 30. August den Swipe-Up-Link, der es Influencer:innen und Unternehmen bisher ermöglichte, ihre Follower:innen von der Social-Media-Plattform direkt auf Websites weiterzuleiten. Die Funktion soll durch einen Sticker ersetzt werden, der in den Stories platziert werden kann. Den Nutzern soll so mehr kreative Kontrolle gegeben werden, da sie die Link-Sticker im Gegensatz zur Swipe-Up-Funktion optisch verändern können. Außerdem können Nutzer mit Stickern auf Stories antworten, nicht aber auf Stories mit Swipe-up-Links. Eine Beschränkung jedoch bleibt: Nicht alle Nutzer haben Zugang zu der Sticker-Funktion. Sie müssen entweder verifiziert sein oder mindestens 10.000 Follower haben. [FAZ]

Hin und her bei OnlyFans

Die Antwort auf Instagrams Nippel-Verbot heißt OnlyFans. Die Plattform war bisher besonders beliebt bei Sexarbeiter:innen und Pornodarsteller:innen und galt als eine selbstbestimmte Möglichkeit, pornografischen Content zu vermarkten. Das änderte sich letzte Woche, als OnlyFans verkündete, ab Oktober keine expliziten Inhalte mehr zu erlauben. Grund sei der Druck der Finanzinstitute, die mit „Schmuddel-Content“ nicht in Verbindung gebracht werden und ihre Zusammenarbeit mit OnlyFans nicht weiterführen wollen, sollte die Plattformen sich nicht auf jugendfreie Inhalte konzentrieren. Nun hat OnlyFans aber bekanntgegeben, dass Sexarbeit doch weiterhin stattfinden kann - es scheinen sich also Finanzierungsmöglichkeiten abseits von MasterCard und Visa gefunden zu haben. [FAZ, t3n]

Höhere Chip-Preise – (fast alles) wird teurer

Der weltweit größte Chipauftragsfertiger TSMC will zum Jahreswechsel angeblich die eigenen Preise um zwischen zehn und 20 Prozent deutlich erhöhen. Das berichtet der taiwanische Nachrichtendienst Digitimes mit Quellen aus der Halbleiterindustrie. Dies beträfe nicht nur PC-Komponenten, sondern praktisch alle elektronischen Geräte, denn ohne Chips kommt heute so gut wie gar nichts mehr aus. Auch von anderen Chipherstellern wie Globalfoundries und UMC werden Preiserhöhungen erwarten, bei Infineon ist es schon offiziell. [Handelsblatt]

Datensicherheit kostet Milliarden und fordert Milliardeninvestitionen

52 Milliarden Euro – Auf diesen unfassbaren Betrag summieren sich laut dem Institut der deutschen Wirtschaft die Schäden durch Cyberangriffe auf Homeoffice-Arbeitsplätze im letzten Jahr. Das ist circa ein Viertel der Gesamtschäden von 223,5 Milliarden Euro. Zeit also, die IT-Sicherheit im Homeoffice zu einem zentralen Thema zu machen. Auch die großen US-Konzerne wollen in den nächsten Jahren dutzende Milliarden in Cybersicherheit investieren, dies ergab ein Treffen mit Regierungsvertretern in Washington D.C. [Handelsblatt, Tagesschau ]


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