25 Jahre smart: Das Smartphone feiert Silber-Jubiläum – China macht Techfirmen das Leben schwerer – Hacker erbeuten Daten von Millionen T-Mobile-US-Kunden – Amazon plant Kaufhäuser in den USA  Katastrophenwarnungen künftig auch ohne App aufs Handy – Facebook und die Welt der Giphys

25 Jahre smart: Das Smartphone feiert Silber-Jubiläum

Am 15. August 1996 schaffte es auf der Cebit in Hannover das erste Smartphone auf den Markt: das internetfähige Nokia 9000 Communicator, ausgestattet mit Telefonie, SMS, Fax, E-Mail und einem Internetbrowser. Seitdem ist das Smartphone unser ständiger Begleiter. Um herauszufinden, wie sich die Beziehung zwischen Mensch und Mobiltelefon im letzten Vierteljahrhundert entwickelt hat, rief das Museum für Kommunikation dazu auf, alte Smartphones samt die Geschichten dahinter einzusenden. Diese Smart Stories sind in der digitalen Ausstellung „Smartphone.25 – Erzähl mal!“ nachzulesen – bis zum Ende des Jahres können Telefone und Geschichten eingesendet werden. Daneben gibt es einen informativen Hintergrundinfo- sowie einen interaktiven Umfragen-Bereich, um zur Recherche beizutragen. [FAZ]

China macht Tech-Firmen das Leben schwerer

China verschärft die Kontrolle und Regulierungen für die großen Tech-Firmen des Landes. Ziel ist es, den unfairen Wettbewerb und unkontrollierte Datenverarbeitung zu verhindern. Tatsächlich ließ die Regierung bisher Firmen wie Alibaba, Mituan und Tencent relativ freie Hand, was für das kommunistische Land außergewöhnlich ist. Seit kurzem ändert sich jedoch der Kurs und führte bereits zu Strafen in Milliardenhöhe. Die neuen Regulierungen verbieten unter anderem die Auswertung von Big-Data und Marketingmaßnahmen wie falschen Bewertungen auf E-Commerce-Seiten und Videoplattformen. Zusätzlich hat die chinesische Regierung kürzlich Anteile von ByteDance (TikTok) und Sina Weibo (Twitter-Pendant) übernommen. [Spiegel]

Hacker erbeuten Daten von Millionen T-Mobile-US-Kunden

Beim jüngsten Cyber-Angriff auf den Mobilfunker T-Mobile US sind die Hacker an die Daten von Millionen Kunden gelangt. Zu den offengelegten Informationen gehörten Namen, Sozialversicherungsnummern sowie Geburts- und Führerscheindaten von aktuellen wie auch früheren Kunden. Finanzielle Informationen wie etwa Kreditkartennummern oder auch Passwörter seien nicht darunter. In dem gestohlenen Datensatz waren den Angaben zufolge die Informationen von rund 7,8 Millionen Vertragskunden sowie von rund 40 Millionen früheren oder potenziellen Kunden und rund 850.000 Kunden mit Guthabenkonten. Das Datenleck wurde inzwischen geschlossen. [FAZ]

Bald wieder mehr offline shoppen? – Amazon plant angeblich Kaufhäuser in den USA

Amazon will sich offenbar nicht mehr allein auf den Online-Handel stützen. Nach Eröffnung kleinerer Amazon-Läden, Entwicklung des Konzepts „Amazon Go“ und der Übernahme der Supermarktkette Whole Foods, wagt der Konzern einen weiteren Vorstoß in den stationären Handel. Laut eines Berichts des Wall Street Journals will der Onlinehandel-Gigant erste Kaufhausfilialen in Kalifornien und Ohio eröffnen. Offiziell bestätigt wurde die Meldung noch nicht – die Neuigkeit stützt sich auf Aussagen von Insidern. Sollten die Gerüchte stimmen, könnte Amazon bald sein Sortiment auf einer Fläche von rund 2800 Quadratmetern anbieten. Die Filialen wären damit größer als bisherige Einzelhandelsläden von Amazon, jedoch kleiner als durchschnittliche US-Kaufhäuser. [FAZ]

Katastrophenwarnungen künftig auch ohne App aufs Handy

Die Bundesregierung hat beschlossen, zeitnah ein System einzuführen, das Warnmeldungen an alle Handynutzer verschicken kann, die sich in einem gefährdeten Gebiet befinden. Das sogenannte Cell Broadcast wurde bereits in den 90er-Jahren entwickelt, setzte sich in Deutschland jedoch nie durch. Ein folgenschweres Informationschaos während der Hochwasserkatastrophe in weiten Teilen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz zwang die Politik nun zum Umdenken. Bislang hatte man sich hierzulande - anders als in vielen anderen europäischen Ländern - bei der digitalen Verbreitung von Warnmeldungen auf Apps wie Nina oder Katwarn verlassen. Diese Dienste sind jedoch bloß auf jedem sechsten Smartphone installiert, weshalb ihr tatsächlicher Nutzen im Katastrophenfall äußerst begrenzt ist. Das neue System, welches ähnlich einem Rundfunksignal und vollkommen anonym Informationen aussendet, könnte bereits ab Mitte des nächsten Jahres zum Einsatz kommen. [Zeit]

Facebook und die Welt der Giphys

Facebook plant die Übernahme der Clip-Plattform Giphy und stößt dabei auf Gegenwind von der britischen Kartellbehörde CMA. Die CMA befürchtet, dass eine Übernahme den Wettbewerb künftig einschränken wird und Facebook die Plattform dafür nutzen könnte, von anderen Social Media wie TikTok und Co. an Nutzerdaten zu kommen. Jedoch sieht die CMO nicht nur den möglichen Zugriff auf Daten als kritisch, sondern stuft die Übernahme auch als Eingriff in den Online-Werbemarkt ein. Die Übernahme wird bereits seit 2020 von Facebook geplant, stößt jedoch erst jetzt auf Gegenwind von der EU-Kommission und der CMO. Wann und ob die Übernahme stattfinden wird, ist aktuell noch unklar. [Handelsblatt]

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