Das trojanische Pferd des FBIs – Die G7-Staaten einigen sich auf globale Mindeststeuer – Bosch eröffnet neues Halbleiterwerk im „Silicon Saxony“– Das Ende der TikTok-Saga – Gotta hack ‘em all: EA bestätigt Datendiebstahl – KI & Erotik – wie passt das zusammen?

Das trojanische Pferd des FBIs

Über einen Zeitraum von 18 Monaten hat das FBI Kriminelle mittels einer vermeintlich sicheren Kommunikationsplattform ausspioniert. Viele Nutzer wechselten auf die Plattform mit dem Namen „Anom“, nachdem andere verschlüsselte Messenger von Europol gehackt wurden. Über die vergangenen eineinhalb Jahre wurden genügend Informationen gesammelt, um nun mehr als 800 Personen festzunehmen. Außerdem konnten mehrere Tonnen Drogen, diverse Schusswaffen und Luxusfahrzeuge sowie umgerechnet 48 Millionen US-Dollar beschlagnahmt werden. [DerSpiegel]

Die G7-Staaten einigen sich auf globale Mindeststeuer

Die führenden Industriestaaten der Welt haben bei ihrem diesjährigen Treffen im Vereinigten Königreich grundsätzlich eine globale Mindeststeuer für Unternehmen beschlossen. Zudem wurde auch eine härtere Besteuerung von Digitalunternehmen wie Amazon und Co. vereinbart, die derzeit enorme Gewinne an Standorten erwirtschaften, wo sie keinen offiziellen Firmensitz haben. Der deutsche Vertreter vor Ort, Finanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz von der SPD, sprach bei britischen Medien von einem „historischen Moment“. Bereits im März 2019 hatte man sich auf ein solches Vorhaben geeinigt, dieses wurde letztendlich allerdings wieder vom ehemaligen Präsidenten der USA, Donald Trump, gestoppt. [WirtschaftsWoche]

Bosch eröffnet neues Halbleiterwerk im „Silicon Saxony“

Der aktuelle Chipmangel beschäftigt die Auto- und Konsumgüterindustrie. Der Technologiekonzern und Autozulieferer Bosch nimmt jetzt eine neue Halbleiterfabrik in Dresden in Betrieb. Damit erfüllt das Unternehmen den Wunsch der Industrie nach eigenen Chip-Kapazitäten und sorgt außerdem für regionalen Nachschub in Deutschland. Langfristig sollen dort rund 700 neue Arbeitsplätze entstehen. Der vollständige Produktionsstart ist für Ende 2021 geplant, Mitte 2022 sollen die ersten Chips verkauft werden. [FAZ]

Das Ende der TikTok-Saga

Seit August letzten Jahres beschäftigten wir uns zu Erlassen des amerikanischen Präsidenten bezüglich der chinesischen Plattformen TikTok und WeChat. Der damalige Amtsinhaber Donald Trump wollte mit aller Macht ein Verbot durchsetzen, scheiterte allerdings immer wieder an, je nach Betrachtungswinkel, der Verfassung oder den Gerichten. Sein Nachfolger Joe Biden hat nun einen Schlussstrich unter diese im Rückblick wahnwitzig anmutende Episode gezogen. Sang- und klanglos nahm er alle Erlasse zurück. Was jedoch bleibt und im Geiste Trump sein dürfte: Ein Verbot für Investitionen von Amerikanern in bestimmte chinesische Unternehmen mit Verbindungen zum dortigen Militärapparat. [tagesschau.de]

Gotta hack ‘em all: EA bestätigt Datendiebstahl

Im November letzten Jahres betraf es Capcom, im Februar war CD Projekt Red dran – nun geriet auch der Spieleentwickler und Publisher EA ins Visier von Cyberkriminellen. Insgesamt 780 Gigabyte an Daten konnten die unbekannten Hacker ergaunern, die sie daraufhin in speziellen Foren zum Verkauf anboten. Neben proprietären Frameworks, Software Development Kits und anderen Tools bestand ein großer Teil der Daten aus Quellcodes (Source Codes) mehrerer Spiele sowie der Frostbite Engine, auf der Spiele wie Battlefield und Fifa aufbauen. Mit den Source Codes wären Entwickler in der Lage, den Aufbau der Engine zu kopieren oder Cheats und Hacks zu kreieren. Ein kleiner Trost für EA-Spieler: Unter dem Diebesgut befanden sich wohl keine Spieler-Daten – die Privatsphäre der Gamer sei sicher. [Handelsblatt, Golem]

KI & Erotik – wie passt das zusammen?

Damit mittlerweile in die Jahre gekommenen Erotikfilme nicht in Vergessenheit geraten, hat sich der Anbieter PornHub überlegt, alte Filme mittels Künstlicher Intelligenz (KI) zu restaurieren und wiederaufzubereiten. Bisher gelang dies mit 20 Filmen aus den vergangenen 125 Jahren - der älteste stammt aus dem Jahr 1896. Dabei kommt dieselbe Technik zum Einsatz wie bei sogenannten Deepfakes. Doch um KI einsetzen zu können, muss es erst zu einem Machine-Learning-Prozess kommen. Im Falle von PornHub wurde das System mit mehr als 10.000 Filmen trainiert. Zwar steckt die Aufbereitung alter Filme mittels KI heute noch in den Kinderschuhen, jedoch lässt sich durch diesen Fortschritt bereits vermuten, was zukünftig alles machbar sein wird. [Golem]


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