Macht der Digitalkonzerne – Huawei setzt in Zukunft auf Softwareentwicklung - Erster Test des digitalen Impfnachweises - Microsoft Office Ade - Amazon kauft MGM und seine 007-Rechte - Schwarmintelligenz statt Data Lake

Macht der Digitalkonzerne – ist Google zu „mächtig“?

Erst Facebook, dann Amazon und jetzt Google. Das Bundeskartellamt nimmt Google und seine Marktposition ins Visier. Gleich zwei Verfahren muss der Gigant über sich ergehen lassen. Bei dem ersten Verfahren geht es dabei um die Vielzahl der Dienste die Google betreibt und ob dadurch wettbewerbsgefährdende Praktiken ausgeübt werden können. Das zweite Verfahren richtet sich an die Regeln der Datenverarbeitung, insbesondere in Bezug auf Anzeigenschaltungen. Das Bundeskartellamt schaut darauf, ob und welche Alternativen es für Nutzer gibt, die vergleichbare Dienste anbieten. Google beteuert derweil, dass sie ihre Nutzer nicht dazu „zwingen“ ihre Dienste zu nutzen, dass es genügend Alternativen gibt und dass nur die Daten verarbeitet werden, denen der Nutzer explizit zugestimmt hat. [Spiegel]

Auf zu neuen Ufern: Huawei setzt in Zukunft auf Softwareentwicklung

In einem internen Memo an die Beschäftigten betonte der Huawei Gründer Ren Zhengfei, wie wichtig der Bereich Softwareentwicklung für die Zukunft des Konzerns sein wird. Die Entwicklung von Software-Ökosystemen wie Harmony OS, Mindspore und anderen IT-Produkten sollen künftig mehr Autonomie und Unabhängigkeit von anderen Ländern garantieren. Seit dem Verbotsdekret 2019, das amerikanische Firmen daran hindert Technologien an Huawei zu verkaufen, sucht das Unternehmen nach Möglichkeiten, dieses Problem zu lösen und sein Portfolio zu erweitern. Softwareentwicklung ist hierbei einer der größten Bereiche in die Huawei investiert, um dieses Ziel zu erreichen. [golem]

Erster Test des digitalen Impfnachweises

Der digitale Impfnachweis ist da, zumindest in Form eines Feldversuches. Derzeit sei vor allem daran gelegen, zu erfahren, wie die Abläufe liefen - so das Gesundheitsministerium. Laut Gesundheitsminister Spahn soll der digitale Impfpass bis Ende Juni verfügbar sein. Ziel ist es, dass Bürgerinnen und Bürger ihren Impfnachweis mit einer App einscannen können. Zukünftig Geimpfte, aber auch diejenigen, die den Stich bereits erhalten haben, bekommen nun nach der Impfung einen entsprechenden Code zu- bzw. nachgeschickt. Der traditionelle Gelbe Ausweis oder der ausgedruckte Code reichen als Nachweis aus. Kritik kommt vom Bundesdatenschutzbeauftragten, der sich kaum in die Planungen eingebunden sah und deshalb mit Verzögerungen rechnet. [tagesschau] 

Microsoft Office Ade

Auf der diesjährigen Microsoft Entwickler-Konferenz verkündete der Konzern, dass die Zeit von einzelnen funktionsbezogenen Apps, wie beispielsweise Word, Excel und PowerPoint, abgelaufen ist. Für dieses Vorhaben soll die zentrale Software Microsoft Teams ins Spiel kommen und zu einer großen Plattform umgebaut werden. Die einzelnen Programme sollen auf dieser Plattform zusammengefasst und mittels Funktionsmodulen widergegeben werden. Teams soll so zu einer Plattform für den Arbeitsalltag werden, mit der jede Aufgabe abgedeckt ist – egal ob es sich um Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder Videokonferenzen handelt. [t3n]

My name is Bezos. Jeff Bezos. - Amazon kauft MGM und seine 007-Rechte

Um Netflix, Disney und dem neuen Konglomerat aus Discovery und Time Warner (die HOTnews berichteten) Paroli bieten zu können, greift Amazon tief in die prall gefüllten Taschen. Für 8,45 Milliarden Dollar kaufte der Internet-Gigant aus Seattle das altehrwürdige Filmstudio Metro-Goldwyn-Mayer. Am wertvollsten sind sicherlich die Rechte am Franchise rund um den britischen Geheimagenten James Bond, aber auch Serienproduktionen wie Fargo oder das bald erscheinende House of Gucci (Hauptrolle: Lady Gaga) oder andere Filmtitel wir die Rocky-Serie werden die im Vergleich immer etwas bescheidenere Attraktivität des Amazon Prime Video-Dienstes ungemein steigern. Endziel ist für Amazon nicht das Abonnement an sich, sondern die Kundenbindung, denn Amazon Prime Nutzer kaufen auch deutlich mehr auf der Plattform. [FAZ]

Schwarmintelligenz statt Data Lake

Eine Herausforderung bei Künstliche Intelligenz (KI) ist Datensicherheit, da sie auf zentrale Data Lakes zugreift. Die wiederum sind im Zweifelsfall leichte Beute für Hacker. Das stellt beispielsweise die Gesundheitsbranche vor große Herausforderungen: Einerseits möglichst viele Daten zu Krankheiten sammeln und nutzen, andererseits sensible Patientendaten möglichst gut schützen. Abhilfe soll nun die sogenannte Schwarmintelligenz sorgen. Die KI greift dann nicht mehr auf einen zentralen Data Lake zu, sondern auf viele agile und dezentrale Ressourcen, wodurch der Zugriff erschwert wird. Es gibt aber auch kritische Stimmen, die die fehlende Transparenz bemängeln und auf neue Sicherheitslücken aufmerksam machen. Trotzdem könnten so beispielsweise Covid-19 Erkrankungen automatisiert und Datenschutzkonform erkannt werden. [Spiegel]

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