Kuriositäten der Woche - Project Kiwi: Robo-Groot zum Anfassen - Seltsame Zeiten für KI-Unternehmen - Apple teilt neue Investitionspläne in dreistelliger Milliardensumme - Die Quartalszahlen der Global Tech-Player im Überblick

Dinge, die man nur in Kanada erlebt: Dass Kanadier eine besondere Beziehung zu Bibern haben, ist bekannt. Doch mittlerweile haben die Knabbertiere einen echten Einfluss auf das Leben vor Ort. Neben Ernte- und Baumschäden gehört nun auch das Internet zu ihren Opfern: In frühen Morgenstunden knipste ein Biber das Dörfchen Tumbler vom digitalen Rest der Welt ab. [Spiegel]
Wie die Nase des Mannes, so sein… Spargel?! Algorithmen haben häufiger Probleme bei der Erkennung des männlichen Geschlechtsteils. Das Bild eines Spargelanbauers aus Österreich, auf dem er weißen Spargel in der Hand hält, setzte in Sachen Skurrilität nun einen drauf: Dieses wurde beim Versuch, es als Werbung hochzuladen, von Google gesperrt, da der Algorithmus einen Penis erkannt haben will. Ein Bild mit grünem Spargel wurde ohne Probleme akzeptiert. [Spiegel]
War das eben etwa Marty McFly? Ein Video machte in den vergangenen Tagen die Runde: Im Zurück-in-die-Zukunft-Stil fliegt ein Mann auf einem Drohnen-Board über eine vielbefahrene Straße. Doch hinter den Kulissen dieser vermeintlichen Science-Fiction-Einlage rumort es: Der „Pilot“ Hunter Kowald will das Fluggerät selbst gebaut haben. Gleiches behauptet die Firma Omni Hoverboards. [Golem]
What the… font?! Aller Abschied fällt schwer, doch Microsoft hält ihn nun für nötig: Nach 15 Jahren hat Calibri als Standardschriftart bei Word ausgedient und man will über eine Abstimmung in den Sozialen Medien aus fünf Vorschlägen den Nachfolger küren - eine ist inspiriert von deutschen Straßenschildern. Werdet ihr Calibri vermissen? [heise]

Project Kiwi: Robo-Groot zum Anfassen

Mit Project Kiwi plant Disney den Einsatz hochentwickelter Roboterversionen ihrer berühmtesten Charaktere. Einen ersten Prototyp können sie bereits vorweisen: Groot, aus Guardians of the Galaxy. Robo-Groot läuft auf zwei Beinen, kann tanzen und sogar Mimik und Gestik anderer Leute imitieren. Entwickelt werden die Roboter u.a. von ehemaligen Boston Dynamics Mitarbeitern, die für extrem fortschrittliche Roboter bekannt sind. Trotz unverkennbarer Parallelen zu Boston Dynamics' Atlas-Roboter ist Project Kiwi eine Neuentwicklung. Ziel ist es, mehrere Robo-Charaktere autonom in Disneyparks herumlaufen zu lassen, sodass Parkbesucher sie knuddeln oder mit ihnen Fotos machen können. [Golem]

Seltsame Zeiten für KI-Unternehmen

Der japanische Elektronikkonzern Panasonic baut sein Geschäft rund um das Supply-Chain-Management mit der Übernahme von Blue Yonder. Der US-Softwarespezialist setzt auf KI, um die Nachfrage nach Produkten vorherzusagen. Im vergangenen Jahr erlöste das Unternehmen mit Kunden wie DHL und Starbucks mehr als eine Milliarde US-Dollar. Nicht ganz so rosig sieht es für Augstus Intelligence aus: Das deutsch-amerikanische IT-Unternehmen, bekannt geworden durch die Lobby-Affäre um Philipp Amthor, hat einen Insolvenzantrag gestellt. Auslöser sollen Untersuchungen der Börsenaufsicht sein. Demnach habe das Unternehmen 2,1 Millionen US-Dollar ungesicherte Schulden, zudem gebe es Ansprüche aus Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Mitarbeitern. [Handelsblatt, Handelsblatt]

Apple teilt neue Investitionspläne in dreistelliger Milliardensumme

Apple hat seine Pläne für Investitionen in den USA über die kommenden fünf Jahre vorgestellt und will insgesamt 430 Milliarden US-Dollar investieren. Von dem Geld plant das Unternehmen u.a. einen neuen Campus in North Carolina zu bauen sowie 20.000 neue Jobs in den USA in den Bereichen 5G, Halbleiter und KI zu schaffen. Auch in München will Apple wohl in den nächsten drei Jahren eine Milliarde Euro investieren. Seit 2018 hat das Unternehmen bereits seine ursprünglich bis 2023 geplanten Investitionen von 350 Milliarden US-Dollar überschritten. [Golem, Handelsblatt]

Last but not least: Die Quartalszahlen der Global Tech-Player im Überblick

Q1 2021 geht zu Ende und die Auswirkungen der Pandemie machen sich - größtenteils positiv - in den Ergebnissen der großen Tech-Konzerne bemerkbar:

_Alphabet/Google: Googles Mutterkonzern verzeichnete einen Umsatz von 55,3 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von 34% YOY. Google selbst steigerte seinen Umsatz um 30% auf 32 Milliarden US-Dollar. Youtube steuerte 6 Milliarden bei - ein Umsatzwachstum von 50%. [Handelsblatt]
_Amazon: Dank Online-Handel und Cloud-Computing machte Amazon einen Umsatz von 108,5 Milliarden US-Dollar - ein Zuwachs von 55% YOY. Auch die Gewinnmarge verdoppelte sich im Vergleich zum Vorjahr und lag bei ca. 8,1 Milliarden US-Dollar. [Handelsblatt]
_Apple: Innerhalb von drei Monaten konnte Apple seinen Umsatz um fast 54% auf 89,6 Milliarden US-Dollar heben. Das iPhone war mit 48 Milliarden Umsatz der Star dieses Rekords. Gleichzeitig verdoppelte sich Apples Gewinn und stieg auf 23,63 Milliarden US-Dollar. [Handelsblatt]
_Facebook: Der Umsatz des sozialen Netzwerks wuchs um 48% auf 26,2 Milliarden Dollar. Mit einem Anstieg von 4,9 auf 9,5 Milliarden Dollar, schaffte es Facebook seinen Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal fast zu verdoppeln. [Handelsblatt]
_Microsoft: Auch Microsoft macht mit einem Umsatzwachstum von 19% auf 41,7 Milliarden Dollar ein deutliches Plus. Der Gewinn steigt im Vergleich zum Vorjahresquartal um 31% auf 17 Milliarden Dollar. [Handelsblatt]
_Sony: Überraschenderweise erzeugte der Verkauf von PlayStation 5 Konsolen trotz erheblicher Lieferengpässe mit 20,2 Milliarden Euro den größten Umsatz. Sonys Gesamtumsatz belief sich auf 68,5, der Rekordgewinn auf 8,9 Milliarden Euro. [Handelsblatt]
_Twitter: Twitter gibt sich bei Veröffentlichung der Quartalszahlen zwar verhalten, doch die aktuellen Zahlen sprechen für sich: Werbung erzeugte Einnahmen in Höhe von 899 Millionen US-Dollar - 32% mehr als im Vorjahr. Der Konzernumsatz stieg um 28% und kam auf 1,04 Milliarden US-Dollar. Täglich nutzen durchschnittlich 199 Millionen User die Plattform. [Handelsblatt]

Viele Grüße

Emma, Jenny, Lara, Linda, Marek, Patricia und Vincenz