To Java or not to Java? Google siegt gegen Oracle – „US Army goes digital“ für schlappe 22 Milliarden Dollar Bye Bye, LG-Smartphones Wettbetrug bei E-Sports: FBI schaltet sich ein US Supreme Court hebt Urteil zu Twitter-Accounts auf, die von Trump geblockt wurden – Statt "mein Schatz" heißt es jetzt "мой дорогой"

To Java or not to Java? Google siegt gegen Oracle

Nachdem Oracle 2010 Sun Microsystems übernommen hatte, wurde der Konzern auch Rechteinhaber der Programmiersprache Java. Diese war vor der Übernahme als Freeware kostenlos erhältlich und ist seit jeher Teil von Googles Android-Betriebssystem – 11.000 Zeilen davon, um genau zu sein. Oracle ließ sich 2010 aber nicht lange bitten, machte Java kostenpflichtig und verklagte Google daraufhin aufgrund von Urheberrechtsverstößen. Die Klage schlug Wellen und viele große, branchenübergeifende Firmen ergriffen Partei. So unterstützen IBM und Microsoft beispielsweise Google während die Musik- und Zeitungsverbände Oracle unterstützen. Nach elf Jahren Rechtsstreit und vielen verschiedenen Urteilen über alle Instanzen hinweg, hat der Oberste Gerichtshof der USA nun eindeutig entschieden: Google nutzt Java „angemessen“ und muss keine neun Milliarden Dollar Schadenersatz zahlen. „Die Entscheidung könnte Auswirkungen auf die gesamte Softwarebranche haben“, stuft der Spiegel das Urteil ein. [Spiegel, FAZ]

„US Army goes digital“ für schlappe 22 Milliarden Dollar

Das US-Militär erhofft sich mit Hilfe von Cloud-Diensten und Künstlicher Intelligenz besser gewappnet zu sein für künftige Kampfeinsätze. Das Pentagon bestellte daher für die US-Armee 120.000 HoloLens-Datenbrillen bei Microsoft für knapp 22 Milliarden US-Dollar. Bei den HoloLens-Brillen handelt es sich um sogenannte Augmented-Reality-Brillen (AR), die Soldaten dabei unterstützen sollen, Informationen schneller zu empfangen und zu verarbeiten. Im Gegensatz zu Virtual-Reality-Brillen, erzeugen AR-Brillen eine „überlagerte Realität“ bei der virtuelle Objekte, Grafiken und Texte im Sichtfeld des Nutzers eingeblendet werden. Um bestmöglich beim Militär eingesetzt werden zu können, verfügen die Brillen zusätzlich über Nacht- und Wärmebildkameras sowie weitere hochauflösende Sensoren. Pro Brille zahlt das Militär ca. 3849 Euro. [Spiegel

Bye Bye, LG-Smartphones!

Nachdem das Unternehmen mehr als fünf Jahre Verluste erzielte und nicht mehr gegen Apple, Samsung und die chinesische Konkurrenz ankam, verabschiedet sich LG ab dem 30. Juli aus dem Handy-Markt. Früher gehörte das südkoreanische Unternehmen mit seinen Smartphones zu den populärsten Anbietern am Markt und war 2013 sogar der drittgrößte. Dann kam der Abstieg, den auch schon andere bekannte Unternehmen der Branche erleben mussten. Im Gegensatz zu Nokia, HTC und Blackberry ist LG jedoch das erste, das den Markt komplett verlässt. Der Ausstieg wird zwar kurzfristig den Umsatz verringern, langfristig wird das allerdings zum finanziellen Vorteil sein: LG Electronics will sich mehr auf Wachstumsfelder wie E-Autos, IoT und weitere Bereiche fokussieren. Die Geräte, die noch auf Lager seien, sollen weiter zum Verkauf angeboten werden und auch der Geräteservice erhält weiterhin Support und bietet Software-Aktualisierungen an. [FAZ, t3n]

Wettbetrug bei E-Sports: FBI schaltet sich ein

Immer wieder hört man von Wettskandalen bei E-Sports-Turnieren - vor allem der Shooter Counter-Strike ist davon stark betroffen. Bei einem besonders schweren Fall in der nordamerikanischen Mountain Dew League hat sich nun das FBI eingeschaltet und ermittelt gegen ein organisiertes Verbrechersyndikat, das über einen längeren Zeitraum hinweg mittels Bestechung den Ausgang von Spielpartien beeinflusst haben soll. Laut der Esports Integrity Commission wird Wettbetrug im E-Sport ein immer größeres Problem, weshalb die Organisationen eng mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten. Oft bekommen Profispieler Bannstrafen oder müssen sogar mit bis zu zehn Jahren Gefängnis rechnen. [Golem]

US Supreme Court hebt Urteil zu Twitter-Accounts auf, die von Trump geblockt wurden

Als amtierender US-Präsident blockierte Trump auf seinem privaten Twitter Account @RealDonaldTrump rund einhundert Personen. Das Knight First Amendment Institute der Columbia-Universität, einige Betroffene sowie Bürgerrechtler hatten den US-Präsidenten in einem langjährigen Rechtsstreit verklagt, weil sie darin einen Verstoß gegen den ersten Zusatzartikel zur Verfassung der Vereinigten Staaten sahen. Kurz vor der Amtsübergabe an den neuen US-Präsidenten Joe Biden baten alle Beteiligten den Supreme Court, den Fall einzustellen, da er nach dem Personalwechsel im Weißen Haus gegenstandslos geworden sei. Zudem entschied Twitter, nach den Unruhen am Kapitol in Washington im Januar Trumps Account dauerhaft zu sperren. Den Anträgen der Beteiligten hat der Oberste Gerichtshof nun weitgehend stattgegeben und das Verfahren eingestellt. [Heise]

Statt "mein Schatz" heißt es jetzt "мой дорогой"

Sprachfüchse und Fantasy-Fans aufgepasst! Wer „Herr der Ringe“ nochmal auf eine andere Art und Weise erleben möchte, hat nun (wieder) die Möglichkeit dazu. 30 Jahre nachdem erstmals jener Welterfolg auch die sowjetische Medienwelt erreichte, hat nun der Nachfolger vom damaligen Fernsehsender - heute 5TV - den etwa zweistündigen Film auf Youtube hochgeladen. Zuvor war lange Zeit unbekannt, ob die sowjetische Version des Films überhaupt noch existiert. „Khraniteli“ (Bewahrer), wie die Verfilmung offiziell heißt, zeichnet sich vor allem durch den etwas amateurhaften Charakter aus, der einen gewissen Charme besitzt. Wer also abseits der wesentlich aufwändigeren und teureren Interpretation von Peter Jackson nochmal seine Filmhelden sehen möchte - und das in Kombination mit der russischen Sprache -, der sollte mal reinklicken! Zur Unterstützung gibt’s bei Bedarf eine Übersetzungsfunktion, die einem zumindest eine Basis vermittelt. Hier gibt es Teil 1 und Teil 2 der Adaption. [t3n]

Viele Grüße

Lara, Patricia, Jenny, Vincenz, Marek und Freya