Am 8. März war International Women’s Day, auch bekannt als Feministischer Kampftag. Denn kämpfen müssen Frauen nach wie vor um vieles, zum Beispiel um Sichtbarkeit. Deshalb stehen diese HOTnews im Zeichen innovativer, erfinderischer Frauen.

Who runs the IT-Branche? - Was haben Papiertüte, Filterkaffee und Anruferkennung gemeinsam? - Warum der Equal Pay Day mehr Aufmerksamkeit verdient hat - Hackerangriff auf Microsoft - In der Cloud geht's heiß her - München wird Apples größter Entwicklungsstandort Europas 

Who runs the IT-Branche?

Die IT Branche gilt als männlich dominiert, deshalb lohnt sich gerade hier ein Blick auf die Pionierinnen: Da wäre zum Beispiel Mary Kenneth Keller, die nicht nur Nonne, sondern auch maßgeblich an der Erstellung der Programmiersprache BASIC beteiligt war. Oder Katherine G. Johnson, die leider 2020 verstarb. Die Afroamerikanerin wurde für ihre Mitarbeit an der Flugbahnberechnung im Rahmen der Apollo-11-Mission ausgezeichnet. Auch Afroamerikanerin und Flugbahnberechnungs-Expertin war Evelyn Boyd Granville, die heute als Pionierin im Bereich Datenverarbeitung gilt. Und nicht zu vergessen ist Radia Perlman, ohne deren Spanning-Tree-Protokoll kein Internet möglich wäre. And the list goes on! [t3n]

Was haben die Papiertüte, der Filterkaffee und die Anruferkennung miteinander gemeinsam?

Geschirrspüler, Papiertüte, Scheibenwischer und Filterkaffee scheinen auf den ersten Blick nur wenig miteinander zu tun zu haben. Wenn man dann erfährt, dass auch die Anruferkennung, die Drahtlostechnologie und der Computeralgorithmus einen gemeinsamen Nenner mit den zuvor genannten Dingen haben, sorgt das noch für viel mehr Verwirrung. Die mysteriöse Gemeinsamkeit? All diese Erfindungen stammen aus den schlauen Ideen von weiblichen Erfinderinnen. Wenn man bedenkt, dass Frauen lange weder studieren noch in irgendeiner Art und Weise forschen durften, sind diese Erfindungen, die heute feste Bestandteile unseres Alltages sind, umso bemerkenswerter. [tagesspiegel]

Warum der Equal Pay Day mehr Aufmerksamkeit verdient hat

Am 10.03 war Equal Pay Day: Ab diesem Tag verdienen Frauen in Deutschland rechnerisch das gleiche wie Männer, davor haben sie praktisch umsonst gearbeitet. Laut Statistischem Bundesamt lag der durchschnittliche Bruttostundenlohn für Frauen in Deutschland im vergangenen Jahr bei 18,62€, das sind rund 4€ niedriger als der für Männer. Dadurch entsteht eine Lücke von 18% – der sogenannte Gender Pay Gap. Eine Umfrage von Censuswide, die im Auftrag unseres Kunden LinkedIn durchgeführt wurde, untersucht Gründe für die große Lücke. Daraus geht hervor, dass Frauen bei Gehaltsverhandlungen viel zurückhaltender seien als Männer. 41% der Frauen geben an, weder bei Antritt eines neuen Jobs noch bei ihrem aktuellen Arbeitgeber je ihr Gehalt verhandelt zu haben, bei den Männern ist der Wert mit 26% deutlich niedriger. Zudem gibt nur etwa jede dritte Frau an, sie würde auch außerhalb des Jahresgesprächs um eine Gehaltserhöhung oder eine Beförderung bitten. Männer haben hier weniger Hemmungen, denn bei ihnen sind es fast die Hälfte der Befragten. [Tagesschau, Süddeutsche]

In other news... 

Hackerangriff auf Microsoft

Ein großer Cyberangriff auf Microsoft und seine Email-Software hat am vergangenen Freitag zahlreiche Unternehmen, Schulen und Behörden in Deutschland getroffen. Die chinesische Hackergruppe „Hafnium“ wurde für den Angriff und das Ausnutzen einer Sicherheitslücke im Email-Dienst „Exchange“ verantwortlich gemacht. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) verschickte eine Warnung mit der höchsten Dringlichkeit (Stufe Vier) und schätzte die Lage als „sehr ernst“ ein. Allen Betreibern von betroffenen Exchange-Servern wurde das Einspielen der von Microsoft bereitgestellten Patches empfohlen. Mit den Sicherheitsupdates für das Produkt „Exchange-Server“ konnten vier Schwachstellen geschlossen werden. [SZ, Zeit]

In der Cloud geht’s heiß her: Brand zerstört OVH-Rechenzentrum

Am frühen Mittwochmorgen entfachte in Straßburg ein Großbrand aus ungeklärten Ursachen und sorgte beim Cloud-Anbieter OVH für eine Katastrophe: Ein Rechenzentrum des Hosters wurde vollständig zerstört, ein weiteres stark beschädigt. Zwei Anlagen blieben vom Feuer verschont, wurden jedoch umgehend offline geschaltet. Die Auswirkungen sind verheerend: 18 Prozent der mit OVH verbundenen IP-Adressen waren nicht mehr erreichbar. Insgesamt 3,6 Millionen Webseiten auf mehr als 460.000 Domains – darunter zwei Prozent aller .fr-Domains – waren offline. Unter den betroffenen Webseiten befanden sich Seiten staatlicher Behörden, Mail-Dienste, Onlineshops, aber auch zahlreiche Spielstände des Online-Survival-Games Rust wurden unwiederbringlich zerstört. [Heise, Golem]

München wird Apples größter Entwicklungsstandort Europas

Apple hat bereits seit 1981 einen Standort in München, nun soll dieser erweitert werden. Jedoch möchte Apple nicht nur Gelder in das Wachstum, sondern auch in Forschung und Entwicklung fließen lassen. Dafür plant das Unternehmen in Deutschland in den nächsten 3 Jahren mehr als eine Milliarde Euro zu investieren. Damit soll auf 30.000 m2 das europäische Zentrum für Chip Design entstehen. Das Zentrum soll die Heimat für Apples stetig wachsendes Zellular-Team werden, das unter anderem an Technologien wie 5G forschen wird und für die Entwicklung mobiler drahtloser Halbleiter und Software verantwortlich ist. Bereits heute ist München Apples größtes Entwicklungszentrum in Europa mit fast 1500 Ingenieuren. [Handelsblatt]

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