Google stellt individualisierte Werbung ein – Gemeinsamer Appell: Die EU braucht mehr digitale Souveränität  Facebook setzt bei journalistischen Inhalten auch in Deutschland auf Kooperation – Zoom verzeichnet einen um 370 Prozent gesteigerten Umsatz – Wer ist eigentlich diese Luca von der alle reden? – Zahlungsdienstleister Square übernimmt Mehrheit an Streamingdienst Tidal – Gotta Catch ’Em All – 25 Jahre Pokémon

Google stellt individualisierte Werbung ein

Vorzeitiger Aprilscherz oder das Ende einer Ära? Google will seine Nutzer ab 2022 nicht mehr per Tracking quer durchs Netz verfolgen und anhand der gesammelten Daten personalisierte Werbung ausspielen. Der Internet-Konzern leitete bereits im vergangenen Jahr in seinem Web-Browser Chrome die Auslistung sogenannter Cookies von Drittanbietern wie Datenhändlern oder Werbefirmen ein, mit denen die Aktivitäten auf verschiedenen Websites nachverfolgt werden können. Alternativ zu den Thrid-Party Cookies erprobt Google derzeit die Technologie des „Federated Learning of Cohorts“ – sie soll dazu dienen, große Gruppen von Menschen in Clustern zusammenzufassen und aus den Gruppeneigenschaften Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Der Ansatz lässt Einzelpersonen effektiv „in der Menge“ verschwinden und nutzt die geräteinterne Verarbeitung, um deren Browserverlauf zu schützen. [t3n] 

Gemeinsamer Appell: Die EU braucht mehr digitale Souveränität

Die deutschen, estnischen, finnischen und dänischen Regierungschefinnen haben einen gemeinsamen Appell an die EU-Kommission verfasst und fordern mehr Maßnahmen gegen digitalen Defizite in der EU. Derzeit findet der Großteil der digitalen Wertschöpfung und Innovation außerhalb der EU statt, was zu Abhängigkeiten sowie zu Schwächen der EU im digitalen Bereich führt. Der Plan der vier Politikerinnen zielt darauf ab, diese Probleme zu überwinden. Ihrer Meinung nach sind einige Bereiche besonders bedürftig, darunter künstliche Intelligenz, Quantencomputing, Cloud-Angebote und neue Netztechnologien. Sie plädieren auch dafür, die Wiederaufbaufonds zur Überwindung der Corona-Krise zu nutzen, um zukünftige Digitalisierungsprojekte zu fördern. [Zeit]

Facebook setzt bei journalistischen Inhalten auch in Deutschland auf Kooperation

Nachdem es in der vergangenen Woche wegen der Nutzung journalistischer Inhalte zu Streitigkeiten zwischen der australischen Regierung und Facebook gekommen war, möchte das soziale Netzwerk nun auch in Deutschland auf Kooperation setzen und verspricht, mehr Geld in den Journalismus zu investieren. Dazu wurde ein neu eingerichteter Bereich namens „Facebook News“ geschaffen, der die Inhalte der Medienhäuser verbreitet, mit denen Facebook zuvor einen Vertrag abgeschlossen hat. Die Werbeeinnahmen, die Facebook durch die journalistischen Inhalte generiert, werden künftig fair mit den Medienhäusern geteilt. Facebook möchte mit dieser Kooperation auch Medienhäuser damit unterstützen, neue digitale Abonnements zu generieren – eine Win-Win-Situation für beide Seiten. [tagesschau]

Zoom verzeichnet einen um 370 Prozent gesteigerten Umsatz

Unser Kunde Zoom veröffentlichte diese Woche die Zahlen des letzten Quartals und verzeichnet eine Steigerung des Umsatzes von unglaublichen 370 Prozent. Der steigende Trend zum Home-Office sorgte dafür, dass Zoom rund 467.000 Kunden mit mehr als zehn Mitarbeitern verzeichnet, was ein Plus von 470 Prozent bedeutet. Zoom übertraf mit diesen Zahlen jegliche Erwartungen. Unternehmensgründer Eric Yuan verspricht auch für die Zukunft positive Aussichten. Aktuell werde geplant, neben Zoom Video vermehrt auch auf Zoom Phone und Zoom Rooms zu setzen und die Gewinne somit auch unabhängig vom pandemiebedingten Home-Office zu steigern. [FAZ]

Wer ist eigentlich diese Luca von der alle reden?

Die Fantastischen Vier haben neben ihrer Musik eine App mitentwickelt, mit dem Ziel, dem Corona Lockdown entgegenzuwirken: Luca. Und so funktioniert sie: Nach der Anmeldung erhalten die Nutzer einen verschlüsselten QR-Code, der dem Smartphone zugeordnet ist und sich jede Minute ändert. Beim Betreten einer Lokalität, die Luca ebenfalls nutzt, scannt der Nutzer mit seinem Smartphone den dortigen QR-Code ab, wodurch registriert wird, dass er sich an diesem Ort zu einer bestimmten Zeit aufgehalten hat. Dadurch sollen Menschen möglichst schnell gewarnt werden, wenn sie einer infizierten Person begegnet sind und auch die Übermittlung der Daten an das Gesundheitsamt soll durch Luca automatisiert und deutlich schneller erfolgen.
[ZEIT]

Zahlungsdienstleister Square übernimmt Mehrheit an Streamingdienst Tidal

Was sich genau im Sommer durch Paparazzi-Fotos von Rap-Superstar Jay-Z und Twitter-CEO Jack Dorsey angekündigte war schon damals Thema vieler Spekulationen. Nun ist es raus: Dorseys Zweitunternehmen neben Twitter, der Zahlungsdienstleister Square, übernimmt die Mehrheitsanteil des Musik-Streamingdienstes Tidal. Angetreten als Streaminganbieter der Musiker und neben Jay-Z auch von Chris Martin von Coldplay und Alicia Key unterstützt, kam Tidal nie an die Schwergewichte Spotify, Apple Music und Amazon Music heran, machte sich aber vor allem mit guter Soundqualität einen Namen. Jay-Z bekommt nun einen Sitz im Verwaltungsrat von Square und Tidal soll, unter Zuhilfenahme der Angebote von Square, zur Musik-Verkaufsplattform z.B. für Merchandise werden. [FAZ]

 Gotta Catch ’Em All – 25 Jahre Pokémon

1996 kamen die ersten 200.000 Exemplare der Pokémon-Spiele in Japan auf den Markt. Seitdem hat sich die Marke zum erfolgreichsten Franchise weltweit entwickelt. Auf die Spiele folgten der Anime, Sammelkarten, Merchandise und noch viel mehr. Der Erfolg von Pokémon basiert unter anderem darauf, dass verschiedene Altersgruppen angesprochen werden und die Inhalte nicht geschlechterspezifisch ausgerichtet sind. Von dem Franchise profitieren neben der Pokémon Company selbst, vor Allem Nintendo und das Entwicklerstudio Game Freak.
[t3n]

Viele Grüße aus der Redaktion

Finja, Jenny, Lara, Laura, Lisa und Carl