Nuthin but a Klarna thang - Australien verabschiedet Mediengesetz - Diversität bei Google - Eine Million Autos mit Elektroantrieb in Deutschland - Der Höhenflug der GameStop-Aktie geht weiter - Easter Eggs bei Marslandung - Bin ich festgenommen, Officer DigiDog?

Nuthin but a Klarna thang

Das schwedische Fintech Unternehmen steht kurz vor dem Abschluss einer neuen Finanzierungsrunde und hat bereits innerhalb weniger Tage von verschiedenen Investoren eine Milliarde US-Dollar zusammengebracht. Klarna wäre damit nicht nur 31 Milliarden wert, sondern könnte sich auch zukünftig Europas größtes Einhorn nennen. Einem Börsengang steht nichts mehr im Weg, allerdings ist bislang unklar, ob dieser noch 2021 oder doch erst 2022 stattfinden wird. [t3n]

Australien verabschiedet Mediengesetz

Das australische Parlament hat ein weltweit erstes Gesetz verabschiedet, das digitale Giganten wie Facebook und Google dazu zwingt, lokale Verlage für ihre Nachrichteninhalte zu bezahlen. Die Online-Plattformen sind nun dazu verpflichtet, ihre mit Nachrichteninhalten generierten Werbeeinnahmen mit Medienhäusern zu teilen. Facebook hatte vergangene Woche im Streit um die Reform sämtliche Medienlinks sowie mehrere Behörden- und Katastrophenseiten gesperrt. Dies sorgte weltweit für Kritik. Mehrere Staaten haben nun angekündigt, Schritte nach dem Beispiel Australiens einzuleiten. Seit Jahren suchen Regierungen weltweit nach Wegen, um den Einfluss der US-Technologieriesen einzudämmen.

[ZEIT]

Diversität bei Google – mehr Schein als Sein?

Nachdem wir im Dezember letzten Jahres bereits über die fragwürdige Entlassung von Timnit Gebru, ehemalige Vize-Chefin des Ethical AI Teams bei Google, die Kritik zum Umgang des Konzerns mit Minderheiten äußerte, berichtet hatten, „wurde nun auch ihre Kollegin und ebenfalls Vize-Chefin, Margaret Mitchell, gegangen“. Grund für Mitchell’s Entlassung sei laut Google ein „Verstoß gegen den Verhaltenskodex und die Sicherheitsrichtlinien“. Mitchell hatte offenbar nach Beispielen für eine Diskriminierung ihrer ehemaligen Kollegin Timnit Gebru gesucht, woraufhin Google eine Untersuchung gegen Mitchell einleitete und sie letztlich feuerte.

[t3n; SPIEGEL; Süddeutsche Zeitung]

Eine Million Autos mit Elektroantrieb in Deutschland: Besser spät als nie

Vor über zehn Jahren setzte sich die Bundesregierung das Ziel, bis 2020 eine Million E-Fahrzeuge auf Deutschlands Straßen zu haben. Dieses Ziel wird voraussichtlich erst Ende dieses Jahres erreicht und damit zwei Jahre später als ursprünglich von der Regierung geplant. Obwohl 2020 die Eine-Million-Marke nicht erreicht wurde, lag die Zahl der registrierten reinen E-Fahrzeuge im Vergleich zum Vorjahr am Ende des Jahres bei über 330.000 E-Autos. Auch die Zahl der registrierten Plug-in-Hybridautos nahm zu und zwar um das Dreifache. Das ursprüngliche Ziel gilt es zwar noch zu erreichen, doch im Endeffekt ist es besser spät als gar nicht.

[Golem]

Der Höhenflug der GameStop-Aktie geht weiter

Die Kursturbulenzen der GameStop-Aktie hielten Anleger*Innen bereits Ende Januar in Atem. Am Mittwoch verzeichnete die Aktie überraschend einen weiteren steilen Kursanstieg um über 200 Prozent. Der Handel wurde daraufhin vorübergehend ausgesetzt. Der Grund für den Kursanstieg ist nicht geklärt. Ein möglicher Grund könnte der Rücktritt des Gamestop-Finanzchefs Jim Bell sein, ein*e Nachfolger*In ist noch nicht bekannt.

[Zeit; t3n]

Easter Eggs bei Marslandung

Die NASA hat bei der Landung ihres Marsrovers Perseverance einige versteckte Gimmicks eingefügt. Reddit-User haben den Binärcode auf dem Fallschirm des Roboters schnell entdeckt und entschlüsselt: „Dare Mighty Things“ – das Motto der NASA. Aber auch der Name des Rovers selbst ist eine versteckte Botschaft. Perseverance (dt. Durchhaltevermögen) und eine Plakette sollen an Covid-19 und die Arbeit der Pflegekräfte erinnern. Außerdem gehören zu der Ausstattung die Namen von 11 Millionen Menschen, die sich dafür eingetragen hatten. Am Montag wurden dann auch die ersten echten Video- und Tonaufnahmen von „Percy“ veröffentlicht.

[t3n; t3n]

Bin ich festgenommen, Officer DigiDog? / Spot‘s Rampage

Gleich zweimal schaffte es Boston Dynamics Roboterhund Spot in die News: als Aufklärer eines Verbrechens und als Teil eines Kunstprojekts.
Eine Polizeieinheit wurde in New Yorker zu einem vermeintlichen Einbruch mit Geiselnahme gerufen. Kurzerhand schickte sie den mechanischen, mit einer Kamera ausgestatteten Spot zur audiovisuellen Aufklärung ins Gebäude. Ein Video vom Einsatz – inklusive echten Hundekollegen – findet ihr hier.
Am Mittwoch startete das Künstlerkollektiv MSCHF ihr Projekt Spot’s Rampage via Livestream: Über eine App erhielten Zuschauer per Zufall Kontrolle über den Roboterhund, auf dessen Rücken ein Paintball-Markierer angebracht war. Sie konnten mit Spot Gegenstände in der Galerie zerstören und wild mit Farbkugeln schießen. Das Ziel des Projekts: Awareness schaffen für den Einsatz der Robotereinheit als militärische Waffen. Das Projekt endete abrupt nach einer Stunde als Spot kollabierte und sich nicht mehr bewegte. Hier findet ihr Ausschnitte aus dem Stream.

[Golem; t3n; Nerdist]