#gamestonks: GME-Aktien gehen durch die Hecke… öhm Decke – Robinhood versucht sich als Sheriff – Anzeige ist raus – Rekordumsatz bei Apple – Schadsoftware „Emotet“ zerschlagen – Endlich Schluss mit Kabelsalat – 007 –Keine Zeit für veraltete Geräte

 #gamestonks: GME-Aktien gehen durch die Hecke… öhm Decke

Was für eine Woche für die Wall Street! Jeder dort schaute wohl nicht schlecht als sie bemerkten, dass der Wert der GME-Aktie – sprich: des sich der Insolvenz nähernden Videospiel-Händlers GameStop – plötzlich in die Höhe schoss. Zwischenzeitlich lag der dieser bei knapp 500 US-Dollar, verglichen zu weniger als 20 US-Dollar zum Monatsanfang. Unter anderem waren dafür User des Forums Reddit verantwortlich: Nach gezielten Absprachen im Unterforum WallStreetBets kauften sie via der Trader-App Robinhood GME-Aktien. Die Folge: der Aktienwert stieg – sehr zum Leidwesen von Hedgefonds Managern, die mittels Leerverkäufen (Short Sellings) auf das Fallen des GME-Aktienkurses gewettet hatten und nun die geliehenen und verkauften Aktien mit hohen Verlusten zurückkaufen mussten. [Golem, t3n, Zeit]

Robinhood versucht sich als Sheriff – Anzeige ist raus

Eine nicht unwichtige Rolle bei den „Memestonks“ wie Gamestop, aber auch AMC, Blackberrry oder Nokia spielen die TradingApp wie Robinhood oder auch, in Deutschland bekannter, Trade Republic. Sie wurde von vielen Kleinanlegern genutzt um am Aktienhandel teilzunehmen. Am Donnerstag schränkten die Apps jedoch den Handel wegen der „jüngsten Volatilität" ein. Was folgte war ein PR Debakel, seltsame Konstellationen wie, dass Ted Cruz auf Twitter Alexandra Ortasio-Cortez zustimmte, und massenhaft schlechte Bewertungen in den App Stores. Robinhood will den Handel mit den Werten wieder erlauben. Warum Robinhood so handelte bleibt offen. Theorien gibt es viele: Aufgrund der Kurssprünge hätte die SEC eingegriffen, Hedgefunds hätten Druck gemacht, oder eigenen Investoren (darunter Hedgefunds) wurde es zu bunt. Doch auch die Anleger wehren sich: Im Southern District of New York wurde eine Sammelklage eingereicht. [Wirtschaftswoche]

Rekordumsatz bei Apple

Apple machte im vergangenen Weihnachtsquartal einen Rekordumsatz von 111,44 Milliarden Dollar und hat somit als drittes US-Unternehmen die Umsatzmarke von 100 Milliarden Dollar in einem Quartal gekackt. Zuvor war das nur dem Supermarktriesen Walmart und dem Ölkonzern Exxon Mobil gelungen.
Zur Umsatzsteigerung von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr trugen Apples Produktreihen und auch das Dienste-Geschäft bei. Beim Gewinn, der bei gut 28,7 Milliarden Dollar liegt, gab es in dem Ende Dezember abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal einen Zuwachs von 29,3 Prozent.
Die Aktie reagierte trotz der Rekordzahlen mit einem Minus von 0,7 Prozent im nachbörslichen Handel. [Handelsblatt]

Eine Ära geht zu Ende: Schadsoftware „Emotet“ zerschlagen

Einem internationalen Team von Strafverfolgungsbehörden ist es gelungen, die Infrastruktur der Schadsoftware Emotet zu übernehmen und zu zerschlagen. Damit haben die Betreiber keinen Zugriff mehr darauf, was sie nutzlos macht. Der Virus legte in der Vergangenheit unter anderem das Berliner Kammergericht und das Uniklinikum Fürth lahm. Der Fall ist jedoch noch nicht ganz abgeschlossen, die Suche nach den Verantwortlichen geht weiter. [ZEIT]

Endlich Schluss mit Kabelsalat

Bereits 2009 versuchte die EU eine einheitliche Regelung bei Smartphone Ladekabel durchzusetzen und scheiterte. Jetzt soll jedoch bis Mitte 2021 ein erneuter Entwurf vorgelegt werden, Kabelanschlüsse zu vereinheitlichen. Ziel des Vorhabens der EU Kommission ist es, einheitliche Stecker zum Laden von Smartphones, Laptops, Tablets und Smartwatches zu etablieren um dem Endverbraucher die Nutzung zu vereinfachen, Kabelsalat zu vermeiden und Müll zu reduzieren. Viele Anbieter setzen bereits auf USB C Anschlüssen, Apple jedoch sagt, ein gesetzlich geregelter einheitlicher Anschluss wäre ein Innovationshinderniss. Ob die EU Kommission sich diesmal durchsetzen kann, bleibt abzuwarten. [Golem]

007 – Keine Zeit für veraltete Geräte

Der nächste James-Bond-Film wurde unter anderem wegen der Pandemie mehrfach verschoben, so dass der Kinostart von November 2019 auf Oktober 2021 verschoben wurde. Aufgrund der Verzögerungen verloren Sponsoren an Wert bei ihren Product Placements. Marken haben in der Vergangenheit Millionen gezahlt, um in James-Bond-Filmen zu erscheinen, und das erklärt, warum die Sponsoren heute verlangen, dass ihre Produkte durch neuere Versionen ersetzt werden. Dazu gehören Marken wie Nokia, Omega, Bollinger oder Adidas. Um die ursprünglichen Verträge einzuhalten, müssen daher bestimmte Szenen neu gedreht oder stark bearbeitet werden, was zusätzliche Kosten verursacht. Dies ist besonders wichtig, da einige Marken bereits Werbespots für "James-Bond-Geräte" veröffentlicht hatten, die zum Zeitpunkt des Erscheinens des Films bereits veraltet sein werden. Zu den Szenen, die neu gedreht werden müssen, gehört u.a. James Bonds berühmte Szene mit Gadget-Ausstatter Q, die zu den bekanntesten Szenen für Product Placement gehört. [Golem]