WhatsApp-Konkurrenten profitieren von neuen Datenschutzrichtlinien - Internetriesen gehen Verschwörungstheorien an - Endlich ist Ruhe - Internet aus 550 Kilometern Höhe - Google schließt Milliarden Deal mit FitBit - Happy Birthday, Wikipedia!

Endlich ist Ruhe

Nach der vorläufigen 24-Stunden-Sperre sperrt Twitter das Konto des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump nun dauerhaft und nimmt ihm damit seine mit Abstand wichtigste Stimme in Social Media. Angie findet das nicht ok und verurteilt das Handeln Twitters als einen Eingriff auf das Grundrecht auf Meinungsfreiheit. Das Versehen von Postings mit Anmerkungen sei nach Meinung der Bundeskanzlerin durchaus nötig, ein „Eingriff entlang der Gesetze“ dagegen sollte nicht durch ein Privatunternehmen vorgenommen werden, wie auch Merkels französischer Kollege Bruno Le Maire verlauten ließ. [ t3n; t3n; Spiegel]

WhatsApp-Konkurrenten profitieren von neuen Datenschutzrichtlinien

Vergangene Woche hat WhatsApp seine Datenschutzrichtlinien erneuert. In den letzten Monaten wurde ein mögliches Teilen von Nutzerdaten mit dem Mutterkonzern Facebook kontrovers diskutiert. Obwohl das für europäischen Markt jetzt nicht in Kraft tritt, verzeichnen alternative Messenger Dienste einen großen Anstieg von Nutzern. Die Schweizer App Threema liegt auf Platz eins im Ranking der Bezahl-Apps. Telegram berichtet von bis zu 8 Millionen neuen Nutzern am Tag und der Anbieter Signal profitierte stark von einer Empfehlung durch Tesla-Chef Elon Musk.
[Zeit]

Internetriesen gehen gegen Verschwörungstheorien vor

Nach dem Sturm auf das Kapitol haben sowohl Google, als auch Apple fake news den Kampf angesagt und Parler von ihren Diensten entfernt. Die Twitter-Alternative hat keine Moderation, also werden auch keine Beiträge gelöscht, das zieht viele (rechte) Verschwörungstheoretiker an. Mittlerweile ist Parler komplett offline und hat rechtliche Schritte gegen Amazon eingeleitet, weil der eCommerce-Riese seine Server nicht länger zur Verfügung stellt. Gleichzeitig sind Produkte, die in Verbindung mit der QAnon-Bewegung stehen, nicht mehr auf Amazon erhältlich. Auch Twitter hat 70.000 QAnon Profile gesperrt. Google hat einen Fördertopf eröffnet um Projekte, die sich gegen Covid-19-Impflügen einsetzen, zu unterstützen. [t3n; t3n; Zeit; Spiegel; Spiegel]

Internet aus 550 Kilometern Höhe

Die vor wenigen Wochen in Frankfurt gegründete SpaceX-Tochtergesellschaft Starlink Germany soll für die Zukunft Gutes verheißen: Die Deutsche Telekom zeigt Interesse am Konzept, das Internet weltweit über Satelliten als Glasfaser-Alternative verfügbar zu machen. In den USA und UK wird dies bereits von Verbrauchern getestet. Das Versprechen: Es soll schnell sein und eine geringe Latenz aufweisen. Für ländlichere Gegenden, in denen die Internetbereitstellung via Kabeln selbst heute noch problematisch ist, könnte das die Lösung sein. Einige Nachteile gibt es dennoch: Bisher erreicht das Satelliten-Internet noch nicht die gewünschte Geschwindigkeit und schlechte Wetterbedingungen können die Latenz erhöhen. [Handelsblatt; t3n]

Google schließt Milliarden Deal mit FitBit

Bereits 2019 hatte Google angekündigt FitBit für 2,1 Milliarden US-Dollar in sein Portfolio aufzunehmen. Nachdem nun auch die Europäische Kommission dem Vorhaben zugestimmt hat, ist der Deal endlich erfolgt. Jedoch nicht ganz ohne Auflagen – Privatsphäre und Sicherheit stehen weiterhin im Fokus. Insbesondere Datenschützer äußerten Bedenken, dass Google die Benutzerdefinierten Daten von FitBit für sein Anzeigengeschäft missbrauchen könnte. Doch mit dem Deal wurde beschlossen - Daten die über FitBit‘s Nutzer erhoben werden, müssen klar von anderen Google Daten getrennt und gespeichert werden um Wettbewerbsverzerrungen auf dem Anzeigenmarkt zu verhindern. FitBit erhofft sich in Zukunft von dem Wissen und Ressourcen von Google profitieren zu können. [t3n] 

Happy Birthday, Wikipedia!

Wie berechnet sich eine Hypotenuse? Was ist nochmal die Gretchen-Frage? Und hat Brad Pitt studiert? Wikipedia hat auf alles eine Antwort. Am 15.01.2001- also heute vor genau 20 Jahren - setzten Jimmy Wales und Larry Sanger die Wikipedia in Gang. Seitdem schlagen täglich Millionen Menschen Informationen nach. Dahinter stecken wiederum Millionen Menschen, die in ihrer Freizeit Artikel verfassen. Seit der Gründung gab es aber auch reichlich Zerwürfnisse und Dramen zwischen denen, die Wikipedia aufgebaut haben und Veränderung skeptisch gegenüberstehen und denen, die die Wikimedia-Bewegung als Mittel sozialen Wandels sehen und für radikale Reformen plädieren. Während die Auswüchse in den sozialen Medien aber momentan immer stärker als gesellschaftliche Bedrohung gesehen werden, erscheint die Online-Enzyklopädie wie ein Fels in der Brandung des Internets.
[heise]

Viele Grüße aus der Redaktion

Emma, Finja, Freya, Linda, Patricia und Lara