Salesforce übernimmt Slack – Airbnb steht kurz vor Börsengang  Geht der E-Mobilität der Saft aus? – China auf der Suche nach Mondgestein – Deutsche Post verzeichnet Rekorde, E-Commerce boomt – KI Projekte weiter auf dem Vormarsch

Salesforce übernimmt Slack

Der Cloud-Spezialist Salesforce will den Chatdienst Slack für einen Kaufpreis von 27,7 Milliarden Dollar in Cash und Aktien übernehmen und heizt dadurch die Rivalität zu Microsoft weiter an. Denn beide Unternehmen konkurrieren bereits mit ihrer CRM-Software und nun bald auch mit Kommunikationslösungen für den Arbeitsplatz.
Die Vorstände von Slack und Salesforce haben bereits ein Abkommen unterschrieben, die Übernahme zum vereinbarten Preis abzuschließen. Sollten die Aktionäre von Slack auch noch zustimmen, wäre das die größte Übernahme, die Salesforce jemals getätigt hätte und auch eine der größten Tech-Fusionen überhaupt.
[Handelsblatt] [FAZ]

Airbnb steht kurz vor Börsengang: Ist die Bewertung von 30 Milliarden gerechtfertigt?

Im Dezember will eine der bekanntesten Reiseplattformen, das amerikanische Unternehmen Airbnb, an die Börse und zwar mit einer Bewertung von mehr als 30 Milliarden. Das wäre somit der größte Börsengang des Jahres. Die Idee, bei im besten Fall Gleichgesinnten günstig zu übernachten, hat das Unternehmen großgemacht: 5,6 Millionen Wohnungen in 100.000 Städten und mehr als 220 Ländern lassen sich derzeit auf der Online-Plattform finden, wirbt das Unternehmen im Börsenprospekt für sich. Auch das Berliner Reise Start-Up Tourlane, einst auf dem Weg zum Milliarden-Einhorn, hat weiter Zukunft und sammelte circa 20 Millionen an weiterem Funding. [FAZ]

Geht der E-Mobilität der Saft aus?

Volkswagenchef Herbert Diess hat seine Zukunftsversionen für Volkswagen veröffentlicht. Teil davon ist eine Kampfansage an Tesla, denn der deutsche Konzern will Marktführer im Bereich E-Mobilität werden. Problematisch dabei ist aber, dass ausgerechnet in Deutschland der Ausbau von Ladestationen deutlich langsamer vorangeht als nötig. Von politischer Seite wären Subventionen dringend notwendig, um die Stromversorgung aller E-Autos zu gewährleisten. Diese Notwendigkeit scheinen Peter Altmaier und Andreas Scheuer aber noch nicht erkannt zu haben.
[LinkedIn] [Welt]

China auf der Suche nach Mondgestein

China’s ambitioniertes Mondprogramm geht weiter: Nach einer Landung auf der abgewandten Mondseite und den zwei chinesischen Roboterautos die auf dem Mond ihre Runden drehten, macht China nun Schlagzeilen mit der gelandeten Mondsonde „Chang’e 5“, die im Boden nach Mondgestein bohren soll. Das Material soll schon in wenigen Tagen auf der Erde ankommen. Sollte die Mission gelingen, wäre es das erste Mal seit mehr als 40 Jahren, dass Forscher neue Proben des Mondgesteins bekommen.
[Spiegel]

Remote Bescherung: Deutsche Post verzeichnet Rekorde, E-Commerce boomt

Die Deutsche Post hat(te) in diesem Jahr besonders viel zu tun – das zeigen die kürzlich veröffentlichten Zahlen des Konzerns: Seit Anfang 2020 haben Paketboten etwa 1,6 Mrd. Pakete ausgeliefert. Zum Vergleich: Im ganzen letzten Jahr waren es insgesamt 1,58 Mrd. Für das Gesamtjahr 2020 erwartet die Deutsche Post rund 1,8 Mrd. beförderte Pakete – 15 Prozent mehr als 2019. Unter den Paketen befand sich mit Sicherheit der ein oder andere Einkauf, der während der Black-Friday-/Cyber-Monday-Aktionstage getätigt wurde. An diesen Tagen boomte der Online-Einzelhandel: Laut Klarna machten Händler 60 Prozent mehr Umsatz als erwartet.

Falls ihr noch Pakete versenden wollt, die pünktlich an Weihnachten ankommen sollen, rät die Deutsche Post dazu, die folgenden Zeitfenster einzuhalten: Pakete innerhalb Deutschlands sollten bis zum 19.12. um 12 Uhr aufgegeben werden, Pakete in die Nachbarländer bis zum 14. und ins restliche Europa am 12.12.
[t3n, tagesschau]

KI Projekte weiter auf dem Vormarsch

Es scheint sich tatsächlich etwas zu tun am KI-Standort Deutschland. Zu den vielen positiven Entwicklungen der letzten Monate kamen zwei neue hinzu. Zum einen plant die Bundesregierung bis 2025 2 weitere Milliarden in die Förderung von KI-Forschung und Lehre in Deutschland investieren. Zum anderen bekennt sich Bosch klar zur KI und will bis 2025 nur noch Produkte verkaufen die „KI in sich tragen“. Sie sind einer der Treiber eines aktuell entstehenden „KI Kodex“, zu dem am Dienstag erneut in Berlin getagt wurde. Ein sehr positives Beispiel für den Einsatz von KI lieferte kürzlich die Google-Tochter Deepmind, die ein jahrzehntealtes Problem von Biologen löste. [t3n] [Handelsblatt]

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Emma, Freya, Lara, Linda, Svenja und Carl