Black Friday - Alle Jahre Wieder – Zahlt Salesforce für Slack über 20 Milliarden Dollar?  Das Gesicht als Boardkarte – Deutscher Zukunftspreis geht nach Baden-Württemberg und Thüringen – BGH und EUGH fällen wichtige Urteile – Das Autoradio im Wandel

Black Friday - Alle Jahre Wieder

Black Friday lädt zum Konsum ein. Und der Online-Handel wird als großer Gewinner hervorgehen, denn durch die Pandemie shoppen noch mehr Leute vom Sofa aus. Dadurch müssen vor allem kleine Läden trotz Corona-Hilfen um ihre Existenz bangen. Und obwohl die Rabatte oft Augenwischerei sind, kurbelt das Geschäft das BIP an, dieses Jahr aber wohl deutlich weniger als die Jahre zuvor. Am Ende profitiert vor allem eine Person vom Black Friday, nämlich Jeff Bezos, denn Amazon verweigert seinen Mitarbeitern trotz massiver Mehrbelastung tarifliche Vergütungen.
[tagesschau.de]

Zahlt Salesforce für Slack über 20 Milliarden Dollar?

In der amerikanischen Technologiebranche steht eine Großübernahme an. Der Softwarekonzern Salesforce.com hat vor den Bürokommunikationsdienst Slack zu kaufen. Das „Wall Street Journal“ berichtet, dass die Transaktion innerhalb von wenigen Tagen besiegelt sein könnte. Slack wurde zuletzt an der Börse mit 17 Milliarden Dollar bewertet. Doch nach Veröffentlichung des Berichts schnellte der Aktienkurs zeitweise um 30 Prozent nach oben und der Übernahmepreis könnte somit bei deutlich mehr als 20 Milliarden Dollar liegen. [FAZ]

Das Gesicht als Bordkarte

Bei der Lufthansa gibt es nun an einigen Airports die Möglichkeit ohne Bordkarte das Flugzeug zu betreten – wenn man seinen Kopf dabei hat, reicht das vollkommen aus. Denn beim Bording erlangen die Fluggäste seit neustem per Gesichtsscan Zugang zu ihrem Gate – Nicht einmal der Mund-Nasen-Schutz muss dafür abgenommen werden. Da der neue Bordingprozess völlig kontaktlos abläuft, sorgt die neue Technologie neben einer enormen Zeitersparnis auch noch für Infektionsschutz. Wie sinnvoll der Infektionsschutz an dieser Stelle ist, wenn dann alle Gäste an Bord ihre Masken abnehmen, um das Flugzeugessen zu genießen, bleibt natürlich fragwürdig. [Süddeutsche]

Deutscher Zukunftspreis honoriert Entwicklerteam aus Baden-Württemberg und Thüringen

Bundespräsident Frank-Walther Steinmeier verlieh am Mittwoch in Berlin den mit 250.000 Euro dotierten Zukunftspreis. Das Gewinner-Team kommt aus den Unternehmen Zeiss und Trumpf sowie dem Fraunhofer-Institut. Das Team wurde für die Arbeit im Bereich der Fertigungstechnik für leistungsfähige Mikrochips gewürdigt. Die sogenannte EUV-Lithografie stärkt die deutsch-europäische Position im globalen Halbleitergeschäft.
[Handelsblatt]

BGH und EUGH fällen wichtige Urteile

Der BGH beschäftigt sich derzeit mit der Frage nach den Pflichten von Online-Händlern in Bezug auf Garantiebedingungen. In der Vorinstanz entschieden die Richter, dass es allein auf die Existenz einer Garantie des Produktherstellers oder eines Dritten ankommt. Das heißt, auch wenn der Händler seine Ware nicht mit der Garantie bewirbt, muss er über die Garantie informieren. Nur so werde der Verbraucher umfassend aufgeklärt und kann sich für oder gegen einen Vertragsschluss entscheiden. Auch der Gerichtshof der Europäischen Union hat in einer wichtigen Grundsatzentscheidung geklärt, dass Hotels Buchungsplattformen im Rahmen eines Rechtsstreits nur dort verklagen dürfen, wo sie ihren Sitz haben. Damit wird es zukünftig für gewerbliche Kunden von marktstarken Plattformbetreibern in der EU deutlich einfacher, sich vor Gericht zu wehren. [Tagesschau & Tagesschau]

Das Autoradio im Wandel

Schon bald wird das Autoradio 100 Jahre alt. Zum Beginn sündhaft teuer, steigerte es doch den Neuwagenpreis um 33 Prozent, würde es im Laufe der Jahrzehnte zum Massenphänomen. Es informierte über Nachrichten, half mit Verkehrsdurchsagen bei der Verkehrsführung und war Objekt der Begierde von Autoknackern. Mittlerweile ist aus dem Autoradio das On-Board-System geworden und dient als Verlängerungen des eigenen Smartphones und als Navigationsgerät. Die Radiofunktion rückt immer mehr in den Hintergrund, man muss aber bedenken, dass der Spotify-Algorithmus im Grunde ein personalisierter DJ ist und so eine Aufgabe der Radioübertragungen übernommen hat. Doch eventuell steht Radio vor einem High-Tech Comeback: die BBC testet aktuell ihren eigenen KI-Assistenten „Beeb“, der ein eigenes Radioprogramm ermögliche soll. [t3N]

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