Goodbye 3G! – Bericht von KI-Enquete – Elektromobilität auf dem Vormarsch – Medizin Digital – Bitcoin-Kurs auf dem Weg ins Jahr 2017 – Twitter lässt sich von Snapchat "inspirieren"

Goodbye 3G!

Nachdem uns 3G vor 20 Jahren die Welt des mobilen Internet eröffnet hat, soll das Netz nun im kommenden Jahr in ganz Deutschland abgeschaltet werden. Welche Auswirkungen das genau haben wird, ist noch schwer abzusehen. Deutschlandchef der Telefonicá, Markus Hass, gab bekannt, dass 140.000 der Konzerneigenen SIM-Karten noch gar nicht 4G-fähig seien. Diese würden aber dann Schritt für Schritt ausgetauscht werden. Die Abschaltung an sich habe zum Zweck, mehr Kapazitäten für das 4G-Netz zu schaffen. [Handelsblatt]

Enquete des Bundestags legt Bericht zu künstlicher Intelligenz vor

18 Mitglieder des deutschen Bundestages haben sich über zwei Jahre intensiv mit dem Thema künstlicher Intelligenz beschäftigt. Herausgekommen ist ein 800 Seiten langer Bericht, der sowohl auf die Chancen als Risiken der Verwendung der neuen Grundtechnologie hinweist. Ob dieser Bericht nun der Startschuss zu einer Aufholjagd in Sachen KI ist, bleibt abzuwarten. Es ist jedoch absolut positiv, dass sich nun knapp 20 Abgeordnete mit dem Thema auseinandergesetzt haben und der anstehenden Regulierung fundiert begegnen können. [Die Welt]

Elektromobilität auf dem Vormarsch

Im Oktober war jeder sechste Neuwagen in Deutschland ein Elektroauto oder ein Plug-in-Hybrid. Zusätzlich verlängert die Bundesregierung die Kaufprämien für E-Autos bis 2025. Ein Problem dabei: Die fehlende Infrastruktur in Form von Ladestationen. Um der Nachfrage gerecht zu werden müssten pro Woche 2000 Ladepunkte in Betrieb gehen. Autohersteller BMW springt auf den Trend auf und stellt seine deutsche Produktion bis 2024 komplett auf Elektroautos um. Die Produktion von Verbrennungsmotoren soll unter anderem nach Großbritannien ausgelagert werden. Ironischerweise soll dort der Verkauf von neuen Verbrennern ab 2030 verboten sein.
[Tagesschau 2 3, Industrie.de]

Medizin Digital

Seit 2004 wird an der Digitalisierung des Gesundheitswesens gearbeitet, aber die sogenannte Telematikinfrastruktur (TI) musste von Anfang an gegen viele Hürden ankommen. Seit letztem Jahr hat das Gesundheitsministerium die Führung im Ausbau übernommen und Krankenkassen und Ärzteverbände abgelöst. Es könnte also eigentlich richtig losgehen, wäre da nicht die mittlerweile veraltete Technik der TI und der massive Datenverkehr, der in Zukunft erwartet wird. Deshalb wird bis 2023 eine TI 2.0 entwickelt. Damit soll der Zugriff flexibler, die Datensicherheit verbessert und Datenstandards vereinheitlicht werden. Der AOK Bundesverband befürchtet jetzt jedoch ein „Staatsmonopol für Digitalisierung“ durch die Bundesregierung, die wiederum will einfach nur eine solide Infrastruktur bereitstellen. [handelsblatt]

Bitcoin-Kurs auf dem Weg ins Jahr 2017

Während Tech-Aktien schon seit Beginn der Corona-Pandemie boomen, war es noch länger ruhig um die Kryptowährung Bitcoin. Noch im März stand der Kurs auf vergleichsweise mageren 5.000 €. Doch diese Zeiten sind vorbei, denn der Bitcoin ist in alter 2017-Manier wieder auf dem Weg zu einem Kurs von 20.000 € pro ganzem Coin, und das in riesen Schritten von bis zu 1.000 € pro Tag. Ob sich die herben Verluste, die manche Anleger beim ersten Hype einfuhren, auch wiederholen, lässt sich aktuell nur vermuten. Ein Schelm wer Böses denkt. [t3N]

Fashionably Late - Twitter lässt sich von Snapchat (und Instagram und Facebook) "inspirieren"

Twitter hat sein neues Feature „Fleet“ vorgestellt. Dieses besteht aus temporären Tweets, die sich nach 23 Stunden und 59 Minuten selbst löschen. Dass Snapchat dieses Format vor Jahren einführte und Instagram („Stories“) und später auch Facebook und WhatsApp eine ähnliche Funktion anboten, zeigt wie uninspiriert die Entscheidungen bei sozialen Netzwerken geworden sind. Von Instagram’s TikTok-Interpretation Reels mal ganz zu schweigen. Sehr amüsant hat der US-Comedian Jeff Wright das Thema in diesem Video verarbeitet. [t3N]

Viele Grüße aus der Redaktion
Emma, Finja, Freya und Carl