Google von US-Justizministerium angeklagt – Ein Stück vom „Apple“ Pie: Chip-Produktion in den USA für Steuererleichterungen – Künstliche Intelligenz muss Chefsache werden – Funkmast mit Propeller – Hackerangriffe machen dem Bundesamt für Sicherheit das Leben schwer – Mozilla startet Kampagne gegen Facebook und Twitter

US-Justizministerium mit Kartellklage gegen Google

Geht es Google an den Kragen? Ob es sich um ein politisches Manöver handelt oder um persönliche Motive von Donald Trump oder Justizminister Barr ist unklar. Doch sogar von den Demokraten kommt zumindest in der Sache Lob für den Vorstoß. Kern der Anschuldigungen: Google verschafft sich mit unlauteren Mitteln ein Monopol für Suchmaschinen. Das Dementi von Google ist wenig überraschend, aber der Vorgang und die politische Einigkeit zeigen, dass sich breiter Widerstand gegen die Tech-Giganten regt. [Spiegel]

Ein Stück vom „Apple“ Pie: Chip-Produktion in den USA für Steuererleichterungen

Es ist kein Geheimnis mehr, dass Donald Trump die heimische Produktion stärken will. Aktuelle Offenlegungsberichte deuten nun an, dass Apple dem nachzukommen plant: Das Tech-Unternehmen betrieb Lobbyarbeit beim Finanzministerium, dem Kongress sowie dem Weißen Haus. Dies legt nahe, dass Apple zumindest einen Teil der Chip-Produktion in die USA verlegen möchte – als Gegenleistung pocht das Unternehmen auf Steuererleichterungen. Bislang übernahm das taiwanesische Halbleiterunternehmen TSMC die Herstellung von Apples hauseigenen Chips. [heise]

Künstliche Intelligenz muss Chefsache werden

Bisher halten sich Unternehmen und Vorstände noch viel zu sehr zurück, wenn es um das Thema Künstliche Intelligenz geht. Dabei kann eine KI nicht effektiv eingesetzt werden, wenn sie nicht mit ausreichend Daten versorgt wird. Dr. Philipp Gerbert, Direktor bei Applied-AI, bestätigt, dass das Thema KI in einem Unternehmen ganzheitlich angegangen werden muss. Ein schönes Beispiel ist die Hippo Foundation. Sie verfolgt das Ziel eine medizinische KI anzulernen, die bei der Früherkennung von Brustkrebs unterstützt. [SZ & Handelsblatt]

Funkmast mit Propeller

Um das Problem des schlechten Handyempfangs in ländlichen Regionen zu beheben, testet die Telekom eine neue Methode. Um die sogenannten weißen Flecken zu stopfen, kooperiert der Konzern nun mit der britischen Firma Stratospheric Platforms Limited (SPL), um das Projekt „fliegender Mobilfunkmast“ zu starten. In einem Test flog ein Flugzeug 9 Tage am Stück über den „weißen Flecken“ Bayerns und ermöglichte den Nutzern am Boden das Tätigen von Anrufen, Video-Telefonaten und den Zugriff auf das 4G-Netz. Solche fliegenden Antennen sollen künftig einen Umkreis mit einem Durchmesser von bis zu 100 Kilometern versorgen. Doch da die Technologie zuerst „noch einige Hürden überwinden“ müsse, wird die neue Methode der fliegenden Mobilfunkfasten wohl erst in fünf oder zehn Jahren zum Einsatz kommen. [Süddeutsche]

Hackerangriffe machen dem Bundesamt für Sicherheit das Leben schwer

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bezeichnete die derzeitige Lage als angespannt. Grund dafür sind gut getarnte und mehrstufige Hackerangriffe, die neben einem massiv angerichteten Schaden auch kräftig Lösegeld kassiert haben sollen.  So wurde im September 2019 eine Stadtverwaltung in Niedersachsen Opfer eines Hackerangriffs. Durch die Verschlüsselung verschiedener Daten konnte die Verwaltung der Stadt einzelne Dienstleistungen bis ins erste Quartal 2020 nicht anbieten. [Zeit]

Mozilla startet Kampagne gegen Facebook und Twitter – Unfck The Internet

Per Full-Page-Ad in der Washington Post wendet sich Mozilla an Mark Zuckerberg und Jack Dorsey. Anliegen des offenen Briefes ist eine faire Präsidentschaftswahl in den USA. Diese sei nur möglich, wenn Facebook seine Empfehlungsfunktionen einschränken und Twitter sein manipulationsanfälliges Trending Topics Feature deaktivieren würde. Zusätzlich zum offenen Brief eröffnete Mozilla die Subsite Unfck the Internet, über die den Forderungen an Facebook und Twitter Nachdruck verliehen werden kann. [t3N]

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