EU plant neuen Rechtsrahmen für digitale Finanzwelt – Microsofts unerwarteter Mega-Deal schlägt Wellen in der Gaming-Branche – Dmexco 2020: Digital, weniger Besucher, trotzdem ein Erfolg – Epic ist nicht mehr allein im Kampf gegen App Store-Gebühren – Tesla Battery Day: Enttäuschende Zukunftsmusik – Hintergrund: Im Herzen von Europa: Frankfurt Rechenzentren boomen

EU plant neuen Rechtsrahmen für digitale Finanzwelt

Diese Woche hat die EU Kommission ihre Pläne für eine Regulierung von digitalen Finanzprodukten und –märkten vorgestellt. Im Allgemeinen ist der Plan aber eher liberal gehalten, was manchen Politiker schon wieder zu viel ist und sie sich zum Mahnen berufen fühlen. Nur in Einzelfällen, wie bei der geplanten Kryptowährung von Facebook wirkt der Entwurf restriktiv. Begrüßenswert ist die Anstrengung den fragmentiert europäischen Markt zu vereinheitlichen. [FAZ]

Microsofts unerwarteter Mega-Deal schlägt Wellen in der Gaming-Branche

Spannendes hatte Microsoft XBOX schon lange nicht mehr zu bieten: Mit Sony und seinen Playstation-Exklusivtiteln konnte der Software-Gigant kaum mithalten. Nun nahm der Konsolen-Krieg eine neue Dimension an: Am Montag verkündete Microsoft, Zenimax Media für 7,5 Milliarden US-Dollar gekauft zu haben. Zum Konzern gehören u.a. die Studios Bethesda Softworks und ID Software. Gamer befürchten nun, dass beliebte Bethesda-Titel wie Fallout oder Elder Scrolls als Microsoft-/XBOX-Exclusives erscheinen werden. [Heise]

Dmexco 2020: Digital, weniger Besucher, trotzdem ein Erfolg

Die erste rein digitale Dmexco ist zu Ende und die Veranstalter sind zufrieden. Wegen der Corona-Epidemie war es illusorisch, ähnliche Zahlen wie 2019 zu erreichen. Aber 60.000 verschickte Nachrichten, die Hohe Nutzung von Video und Voice-Calls (56 Prozent) und im Schnitt 230 Zuschauer pro Session machen Hoffnung, dass Messen auch digital funktionieren. Alle Session sind für Teilnehmer ab 8.10. als VoD abrufbar. Die nächste Dmexco soll jedoch im Optimalfall auch als physisches Event stattfinden. [W&V]

Epic ist nicht mehr allein im Kampf gegen App Store-Gebühren

Vor rund einem Monat trat Epic Games einen Streit gegen Apple und Google los. Sie begehrten gegen die in App Stores übliche 30-Prozent-Gebühr für Entwickler auf. Nun erreicht der Streit um die Gebühren einen neuen Hochpunkt. Der Musikstreaming-Marktführer Spotifiy, die Match Group, bekannt durch das Dating-Portal Tinder, und viele andere haben sich Epic Games angeschlossen. Es bleibt abzuwarten ob sich das neue App-Betreiber-Bündnis gegen die Giganten behaupten kann. [FAZ]

Tesla Battery Day: Enttäuschende Zukunftsmusik

Erwartet worden war viel, geliefert wurde fast gar nichts. Der Battery Day von Tesla bot außer Versprechungen für die Zukunft wenig Handfestes. Gründer, CEO und Tech-Lichtgestalt Elon Musk stellte ein neues Batteriekonzept vor, das fast ohne Kobalt auskommen soll und das bei höherer Leistungsfähigkeit. Doch erst in drei Jahren soll die Technologie zum Einsatz kommen und auch erst dann werden die in der Keynote versprochenen, günstigen Teslamodelle für 25.000 Dollar frühestens Realität. Die Börse watsche Tesla entsprechend mit Kursverlusten ab. [Der Spiegel]

Hintergrund: Im Herzen von Europa: Frankfurt Rechenzentren boomen

Nicht zuletzt wegen unserem Kunden DE-CIX, seines Zeichens durchsatzstärkster Internet-Knoten weltweit, hat sich Frankfurt zur Internethauptstadt Europas gemausert und immer größere Rechenzentren entstehen. Es kommt jedoch zum Paradox: Die Digitalisierung fördert den Strukturwandel und schafft emissionsarme Arbeitsplätze. Rechenzentren benötigen jedoch so viel Strom, in Frankfurt ein Fünftel(!) des Gesamtstromverbrauchs der Stadt, dass Hessens Ziel, im Jahr 2050 klimaneutral zu sein, in Gefahr ist. [tagesschau.de]

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