Setzen, Sechs! – Deutschlands KI-Defizit – Hacker-Angriffe von allen Seiten auf US-Wahlkampf – Warn-App NINA funktioniert bei vielen nicht – Der Corona-Boom für die Elektronikbranche – Tech-Aktien unter Druck – Warntag: die lustigsten Reaktionen auf Twitter

Setzen, Sechs! – Deutschlands KI-Defizit

Seit 2018 beschäftigte sich eine Enquete-Kommission mit der Frage, wie sich Deutschland für die Zukunft mit KI einstellen sollte. Ende Oktober erscheint der Abschlussbericht, doch sind viele Mitglieder der Kommission unzufrieden mit ihrer Arbeit der letzten zwei Jahre. „Wir haben viel zu wenig kontinuierlich und fundiert diskutiert“, so die Grünen-Abgeordnete Tabea Rößner. Ein KI-Gutachten, das am Dienstag veröffentlicht wird, unterstreicht ebenfalls Deutschlands Probleme mit KI: Demnach schneiden wir sogar schlechter ab als 2019. [Handelsblatt]

Hacker-Angriffe von allen Seiten auf US-Wahlkampf

Dass russische Hacker sich in den US-Wahlkampf einmischen würden, überrascht nach 2016 niemanden mehr. Interessant ist aber, dass Gruppen wie „Zirconium“ nicht mehr alleine agieren, sondern auch andere Cybergroßmächte wie China und Iran mitmischen. Microsoft berichtet, dass chinesische und iranische Hacker die Kampagne von Donald Trump attackieren, während Russland dem Präsidenten zur Wiederwahl verhelfen möchte und versucht, an kompromittierende Information aus dem Biden Lager zu gelangen. [FAZ]

Warn-App NINA funktioniert bei vielen nicht

Erstmals seit der Wiedervereinigung wurde gestern der Warntag durchgeführt. Er soll auf Gefahrenlagen wie Überschwemmungen, Chemieunfälle oder auch Terroranschläge vorbereiten. Die Warn-App NINA hat den Test jedoch nicht bestanden: bei vielen Nutzern erschien die angekündigte Warnmeldung nicht - oder erst verzögert. Laut des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), habe eine Überlastung des modularen Warnsystems zu den Problemen geführt. [Sueddeutsche]

Der Corona-Boom für die Elektronikbranche

Eins steht jetzt schon fest: Die Corona-Pandemie hat der Elektronikbranche eine Sonderkonjunktur verschafft. Nach der ersten Panik lag das Hauptaugenmerk vor allem auf dringenden Bedürfnissen, wie der Ausstattung fürs Home-Office. Der Boom ließ aber nicht lange auf sich warten: Denn wer so viel Zeit zuhause verbringt, schätzt vor allem die Features der Technik, die das Leben produktiver, unterhaltsamer und angenehmer machen. Auch die diesjährige IFA legte ihren Fokus deshalb auf genau diese Features. Wie lange der Boom jedoch anhalten wird und welche Folgen eine zweite Infektionswelle haben würde, ist weiterhin offen. [Handelsblatt]

Tech-Aktien unter Druck

Nachdem Standard & Poor’s Tesla nicht in seinen Auswahlindex S&P 500 aufnahm ging die Aktie auf Talfahrt und Tesla büßte bis zu 80 Milliarden Dollar an Börsenwert ein. Standard & Poor‘s scheint weiterhin nicht davon überzeugt, dass Tesla langfristig profitabel operieren kann. Auch andere Tech-Werte wie Google oder Amazon gaben in der vergangenen Woche deutlich nach. [Handelsblatt]

Warntag: die lustigsten Reaktionen auf Twitter

Die Reaktionen zum diesjährigen Warntag waren vermutlich aufregender als der Test selbst. T3n hat die besten Reaktionen zusammengestellt und ist dabei auf Kommentare wie „Der Warntag 2020 wurde Ihnen präsentiert von der DB und Internet Explorer“ oder „Ich gebe diesem #Warntag2020 bislang 2/10 Sternen“ gestoßen. Relativ zutreffend war das Résumé von folgendem User: „Wenn man mehr Warnungen über den #Warntag2020 gelesen hat, als Warnungen am Warntag wahrgenommen. Bei Apocalypse bin ich also im Eimer, aber dafür gut informiert!“. [t3n]

Viele Grüße aus der Redaktion

Helen, Lara, Linda und Carl