Präsident Trump verbietet Geschäfte mit TikTok-Mutter – Twitter kennzeichnet staatsnahe Medien – Umsatzrekorde bei Big Tech – Social Media Accounts von Prominenten von 17-Jährigem gehackt – Macht Social Media depressiv? – Universal und AMC gehen neue Wege – Wildschwein klaut Laptop

Präsident Trump verbietet Geschäfte mit TikTok-Mutter

US-Präsident Donald Trump hat ein Dekret erlassen, demnach in 45 Tagen zum Schutz der nationalen Sicherheit keinerlei Geschäfte von US-Firmen mit der TikTok-Mutterkonzern ByteDance erlaubt sind. Dies hätte faktisch vor allem ein Verbot von TikTok zur Folge. Es steht allerdings im Raum, dass Microsoft die US, Kanada und australischen Teile des TikTok-Netzwerks erwirbt. Das Dekret gilt auch für die in China omnipräsente App WeChat. [Tagesschau.de]

Twitter kennzeichnet staatsnahe Medien

In einem Schritt der Nutzer die Einordnung von Nachrichtenmeldungen erleichtern soll, kennzeichnet Twitter ab sofort staatsnahe Medien und deren hochrangige Mitarbeiter. So findet sich beispielsweise auf der Profilseite des chinesischen Informationsdienstes Xinhua der Hinweis, wie auch auf den Seiten des russischen Fernsehsenders RT. Twitter kündigte zudem an, gekennzeichnete Seiten Nutzern nicht mehr zum Abonnement zu empfehlen. [Spiegel.de]

Umsatzrekorde bei Big Tech

Die Geschäfte laufen im Silicon Valley, zumindest, wenn man Apple, Facebook oder Amazon heißt. Trotz Corona-Pandemie und den damit verbundenen wirtschaftlichen Folgen wie explodierenden Arbeitslosenzahlen, verbucht Amazon sein bestes Quartal der Unternehmensgeschichte und vermeldete einen Gewinn von 5,2 Milliarden Dollar. Apple verbuchte ein Umsatzplus um 15 Prozent und auch Facebook konnte seiner Nutzerzahlen und seinen Umsatz zweistellig steigern. Lediglich Google musste einen kleinen Umsatzrückgang um 2 Prozent hinnehmen, der erste seit der Gründung vor 21 Jahren. [RND]

Social Media Accounts von Prominenten von 17-Jährigem gehackt

Nach dem Twitterhack Mitte Juli scheinen die Schuldigen gefunden zu sein. Hinter der Kaperung mehrerer prominenter Accounts (z.B. von Barack Obama), die plötzlich zu verdächtigen Bitcoin-Spenden aufriefen, steckt laut Staatsanwaltschaft ein 17-jähriger Hacker aus Florida, der Hilfe von einem 19-jährigen Briten und einem 22-Jährigen aus Florida bekommen haben soll. Der finanzielle Schaden hielt sich auf Grund des laienhaften Aufrufs in Grenzen: Es kamen, in Relation zu Reichweite der verwendeten Accounts, lediglich etwas über 100.000 US-Dollar zusammen. [Die Welt]

Macht Social Media depressiv?

Ein 2018 von Psychologen der San Diego State University veröffentlichte Fachbeitrag, gab der Debatte um die Folgen intensiver Medien- und Social Media Nutzung einen Schub. Demnach stehe die Nutzung von Facebook und Co. mit Depressionen und sogar Suiziden in Zusammenhang. Medien weltweit berichteten. Andere Wissenschaftler übten bald scharfe Kritik an der Studie. Neue Untersuchungen belegen, dass eine erhöhte Nutzungsdauer keinen Einfluss auf die psychische Gesundheit oder Wohlbefinden hat. [Sueddeutsche.de]

Universal und AMC gehen neue Wege

Das Filmstudio Universal hat sich mit dem US-Kinobetreiber AMC auf einen wegweisenden Deal geeignet. Gab es früher mehrmonatige Sperrfristen, bevor Filme außerhalb der Kinos (DVD, On-Demand) vertrieben werden konnten, ermöglicht es die Vereinbarung Universal nun schon drei Wochen nach Kinostart Filme auf Streaming-Plattformen anzubieten. [Variety]

Kuriosum der Woche: Techbegeisterte Waldbewohner – Wildschwein klaut Laptop

An einem Berliner Badesee kam es zu kuriosen Szenen: Eine Wildschweinmutter inklusive Frischlingen wird von einem unbekleideten Mann verfolgt, im Mund tragt sie eine gelbe Tüte. Wie es dazu kam? Der Mann lag im FKK-Bereich des Sees und in der Tasche befand sich sein Laptop. Er musste die Wildschwein-Familie bis in den Wald verfolgen, wo die Mutter die Tüte schließlich fallen ließ. Am See war natürlich das Gelächter groß und der Mann stimmte der Veröffentlichung von Fotos ausdrücklich zu. [Berliner Kurier]