Seit Anfang des Jahres ist Programme Director Alexander Thieme (wieder) bei uns an Bord. Er berät unsere Kunden besonders zu den Themen Digitales Marketing und Social Media – in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kundenberatern, um möglichst integrierte Kampagnen zu entwickeln. In dieser Funktion wird er auch den deutschen Arm unseres Digital Brand Lab (DBL) ausbauen. Ich habe ihm einige Fragen gestellt.

SG: Was sind denn deine Pläne und Visionen bei / für Hotwire?

AT: Die Kollegen in den USA haben ein so genanntes „Digital Brand Lab“ etabliert. Dort bündeln sich Kompetenzen aus ganz verschiedenen Bereichen – von der Positionierungsberatung bis hin zu digitalem Marketing und Grafik. Da möchte ich auch für Deutschland hin, natürlich angepasst für unseren Markt. Wir haben ein tolles, wachsendes Texter-Team, das auch sehr gute SEO-Kenntnisse mitbringt. Unsere Berater kennen aus dem Tagesgeschäft den deutschen IT- und Tech-Markt, seine Player und Hot-Topics besser als kaum jemand sonst. Zudem arbeiten wir immer häufiger mit wirklich talentierten Grafikern zusammen und setzen so zum Beispiel Infografiken oder Print-Publikationen für unsere Kunden um. Ich bringe langjährige Kenntnisse aus dem Social Media Bereich mit und habe große deutsche und internationale Marken bei ihrer Positionierung und ihrem Messaging beraten. Das müssen wir nur zusammenführen.

SG: Was zeichnet dich für diese Rolle aus? Was sind deine bisherigen Erfahrungen?

AT: Anders als viele andere Kollegen meines Alters habe ich meine Karriere direkt mit Social Media begonnen. Bei 1&1 habe ich mein PR-Volontariat im internationalen Social Media Communications Team gemacht und bin erst danach in die Rolle eines „klassischen“ PR Managers gewachsen. Die redaktionelle Hoheit über das Firmenblog habe ich aber dennoch nicht abgegeben. Bei Hotwire habe ich dann das Agenturgeschäft kennengelernt und auch dort neben der klassischen Beratung Social Media Programme und Projekte für Kunden wie Logitech, die Software AG oder die Messe Frankfurt geplant und umgesetzt. Das war wirklich ein breites, spannendes Spektrum von der Redaktionsplanung eines B2B-Blogs bis hin zu einer integrierten Kampagne mit Let‘s-Playern auf Twitch. Danach habe ich mich vor allem auf Corporate Communications konzentriert und dabei mehrere Marken im Positionierungsprozess beraten, die Nachhaltigkeitskommunikation für einen FMCG-Kunden betreut oder eine integrierte Social Media Kampagne zur IAA für einen Automobilzulieferer gesteuert.

SG: Bei Social Media geht es ja nicht nur um Marken, Werbung und Kampagnen… Wie nutzt Du persönlich Facebook & Co.? 

AT: Ich merke, wie sehr sich die Social Media Landschaft in den letzten Jahren verändert hat. Auch meine Nutzung. Die einzige Konstante ist Twitter. Dort folge ich einer Mischung aus Kollegen, Journalisten, Bloggern, spannenden Medien und Unternehmen. Da mischen sich schnell mal berufliche und private Nutzung, das finde ich OK und vollkommen normal. Für mich ist das eine unschätzbare Nachrichtenquelle für Tech-Trends. Dabei ist es echt spannend wie unterschiedlich Entwicklungen oder auch Produkte von dieser eigentlich gar nicht so heterogenen Gruppe eingeschätzt werden. Selber poste ich am meisten auf Instagram. Auch in dem Bilder-Netzwerk hat sich einiges verändert. Es ist – vor allem seit der Integration des Story-Features und dem immer regelmäßigeren Vorgehen gegen Fake- und Bot-Accounts – noch persönlicher geworden. Facebook ist ja so etwas wie ein Schweizer Taschenmesser. Für mich ist es unschlagbar, wenn es um das Organisieren privater Events geht. So haben wir letztens allein dank eines Facebook-Kommentars ein Wiedersehen von fast 20 ehemaligen Kollegen im Westerwald organisiert, trotz Anreisewegen aus Hamburg, Berlin oder Luxemburg.

SG: Du warst ja schon einmal bei Hotwire – was hat dich zum Zurückkommen bewegt? Was macht die Agentur für dich aus?

AT: Da gibt es eine Reihe Gründe… Vor allem die tollen Kollegen, die habe ich während meiner Abwesenheit immer wieder vermisst. Wir sind ein junges Team mit tollen Charakteren. Außerdem hat Hotwire eine spannende Größe, man hat kein vielköpfiges Controlling Team im Nacken und kann dennoch eng und oft mit dem internationalen Netzwerk zusammenarbeiten. Florian Hohenauer hat tolle Ideen, wohin sich unsere Branche entwickelt. Deren Umsetzung wollte ich unbedingt mit ihm gestalten.

SG: Last but not least? Auf welchen Events trifft man dich denn so?

 AT: Ich werde dieses Jahr das erste Mal seit einigen Jahren nicht auf der re:publica sein, weil sie sich mit meinem Island-Urlaub überschneidet. Ansonsten habe ich mir bereits jetzt die dmexco im Kalender markiert.