Sollten Sie im Raketengeschäft tätig sein, raten wir Ihnen derzeit von einem „Share of Voice“-Vergleich mit Ihren Wettbewerbern ab. Zu hell dürfte Elon Musks „Falcon Heavy“ strahlen, als dass andere da mithalten könnten. Glauben Sie nicht? Die NASA lässt sich nicht so schnell unterkriegen, sagen Sie? Sehen wir uns mal unsere Trendkite-Analyse an. Und dann bestellen Sie am besten gleich Ihre eigene, zum Frühjahrspreis von nur 800 Euro*.

Ganz so einfach ist Rocket Science dann doch noch nicht – auch Elon Musks „Falcon Heavy“ hatte zwei Stunden Verspätung. Der Spannung tat dies keinen Abbruch, mehr als 14 Millionen Menschen sahen den Livestream von SpaceX, laut Forbes teilweise mehr als zwei Millionen Zuschauer parallel. Laut YouTube schaffte Tausendsassa Musk damit den zweiterfolgreichsten Livestream seit Bestehen der Plattform.

Auch das Medienecho dieser Mischung aus Wissenschaftsexperiment und genialem Marketingstunt war rekordverdächtig. Hier die Details, erhoben mit unserem Recherchetool „TrendKite“, unter Einbeziehung der Berichte über den SpaceX-Wettbewerber „Origin Blue“ von Jeff Bezos und über die NASA im selben Zeitraum (Mitte November bis Mitte Februar):

4.622 Artikel erschienen in den letzten drei Monaten in den deutschsprachigen Medien über SpaceX. Ende Dezember hatte Musk zum erstem Mal den roten Tesla gezeigt, den er beabsichtigte in Richtung Mars zu katapultieren – das sorgte allein für fast 500 Treffer. Den Großteil der Berichterstattung aber haben wir am Launch-Tag und danach gemessen, mit ca. 2.300 Artikeln zum Thema.

Doch dann die Überraschung: Für Platz eins reicht es nicht für SpaceX über die letzten drei Monate hinweg. Zu groß, zu global, zu etabliert ist die Marke „NASA“, die es im selben Zeitraum auf fast 12.500 Artikel in den deutschsprachigen Medien brachte. Rund um die NASA gibt es kontinuierlich News, die von den Medien dank Exotikfaktor  auch gerne aufgegriffen werden (aktuelle Beispiele: Trump denkt über eine Privatisierung der ISS nach; es wird über eine gemeinsame Mondstation der USA und Russland spekuliert). Auch „kleine Updates“ wie neue Bilder vom Mars produzieren eine Menge Treffer für die Weltraumagentur.

Spannend bei Share of Voice-Analysen ist der „SoV over Time“: Aus diesem Chart wird klar, dass Musk auf jeden Fall den Launch-Tag gewinnen, die NASA aber etwas auf seiner Welle „mitsurfen“ konnte (Blue Origin wurde hier ebenfalls leicht unterstützt). Mit 1.990 Artikeln im Dezember (eine Mischung: Einerseits wurde bekannt, dass das Pentagon jahrelang heimlich nach UFOs forschte, samt NASA-Nennung im Artikel, andererseits verbreitete sich da die Meldung von drei Astronauten auf dem Weg zur ISS) hatte die NASA aber schon die Grundlage für den beeindruckenden Vorsprung geschaffen.

Trendkite erlaubt es, Schlüsselbegriffe in den eigenen Artikeln zu identifizieren. Unsere Kurzanalyse: Der Falcon Heavy-Start war definitiv eine gelungene Personality-PR, Elon Musk wurde in 3.427 Artikeln genannt. Auch sein roter Tesla fehlte in nicht vielen Beiträgen. Seine Mission, den Mars kolonisieren zu wollen, kam da etwas weniger oft vor. Auch über die Kostenvorteile, die sich mit den landefähigen Trägerraketen verwirklichen lassen, wurde in geringerem Umfang geschrieben.

Mit Trendkite lässt sich auch der eigene Social-Media-Ansatz überprüfen: Diese Graphik zeigt, wie oft die Artikel über SpaceX im Social Web geteilt wurden, und v.a. auf welchen Plattformen. Facebook ist definitiv der Kanal der Wahl für Rakten- und Weltraumfreunde im deutschsprachigen Raum (wobei Twitterati sich beim Teilen wahrscheinlich auf Originalquellen wie den Livestream oder Updates von Musk oder SpaceX bezogen haben – diese Shares tauchen hier nicht auf).

Fazit: Musk gewinnt den Tag, die NASA aber auf lange Sicht. Wie wohl die Analysen in Bezug auf Ihr Unternehmen und Ihre Wettbewerber ausfallen mögen? Wenn Sie neugierig geworden sind, dann melden Sie sich gerne und nehmen unser Frühjahrsspecial in Anspruch: Schicken Sie einfach ein E-Mail mit Betreff "Trendkite" an florian.hohenauer@hotwireglobal.com und wir melden uns!

* Angebot gültig bis zum 15. März 2018 (Beauftragungsdatum), Analyse umfasst maximal drei Wettbewerber, 12 Monate rückblickend, Online-Ergebnisse. Maximal 5 Charts pro Auswertung, z.B. Share of Voice, SoV im Zeitverlauf, Keywörter in eigenen Ergebnissen, Sprecher in eigenen Ergebnissen, Top-Medien-Outlets, Social Shares eigener Ergebnisse.

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